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Derendorf: Schauspieler wandern durch Derendorf

Derendorf : Schauspieler wandern durch Derendorf

"Erinnern heißt Handeln!" - Dieses Zitat der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano ist das Motto des Theaterstücks "Karussell der Erinnerung", das morgen in Düsseldorf Premiere hat. Das Besondere: Die Inszenierung findet gleich an mehreren geschichtsträchtigen Orten in und um Derendorf statt. Entwickelt wurde das Stationen-Theater von dem Verein Theaterkunst.koeln in Kooperation mit dem "Erinnerungsort Alter Schlachthof" der Hochschule Düsseldorf (HSD). Sie ist gleichzeitig Startpunkt der ungewöhnlichen Produktion.

Welche Formen des Erinnerns (und Vergessens) hat die Gesellschaft in den vergangenen 70 Jahren entwickelt, wie setzen wir uns mit der NS-Zeit und ihren Folgen bis heute auseinander? Und: Durch welche Geschichten wird Geschichte in der Familie an die nächste Generation weitergegeben? Diese und weitere Fragen greift das Theaterstück bei einem Rundgang mit fünf Stationen auf.

Start ist der Erinnerungsort alter Schlachthof, wo die Schauspieler unter anderem mit Video- und Audio-Aufzeichnungen aus der NS-Zeit die damaligen Geschehnisse wachrufen. Weiter geht es zum Mahnmal am Güterbahnhof Derendorf. Die folgenden Stationen sind die Buscher Mühle, die ehemalige Flüchtlingsunterkunft des DRK und am Haus der Jugend endet das Stück. Die wissenschaftliche und organisatorische Begleitung erfolgt durch Adelheid Schmitz (HSD), die Regie führt Andreas Schmid.

Nach der morgigen Premiere gibt es weitere Termine am 3. und 4. Mai sowie am 4., 5., 6. und 7. Juni, immer zwischen 19 und 22 Uhr. Infos gibt es online unter www.vimeo.com/255706642; außerdem unter der Adresse www.facebook.com/daskarusselldererinnerung. Es können immer höchstens 60 Zuschauer an der mobilen Inszenierung teilnehmen, daher ist eine Anmeldung ratsam: tickets@theaterkunst.koeln.

(arc)