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Derendorf: Derendorfer Schützen hoffen auf den Abba-Effekt

Derendorf : Derendorfer Schützen hoffen auf den Abba-Effekt

Umbruch bei den Derendorfer Schützen: Heinz-Willi Lang, seit einem Jahr 1. Chef bei den St.-Sebastianern, krempelt das Programm für das Schützenfest um. Weniger Ehrungen und Reden, dafür ein musiksynchrones Feuerwehrspektakel und vor allem ein Abend mit Musik von der Band "Abba Revival 2000" sollen dabei helfen, mehr Menschen in den Stadtteilen für das Schützenfest, das in diesem Jahr vom 3. bis 6. Juli (Freitag bis Montag) stattfindet, zu begeistern und zum Festplatz in Mörsenbroich (Vogelsanger Weg 50) zu holen.

"Die Menschen wollen beim Schützenfest feiern, miteinander sprechen und tanzen und sind eher gelangweilt von den vielen traditionellen Ehrungen und Reden", sagt Heinz-Willi Lang. Diese Erfahrung habe er auch schon selbst auf der Bühne und am Mikrofon gemacht: "Man merkt als Redner ja, wenn das Publikum unruhig wird", sagt Lang.

Vor allem auf die Zugkraft von Musik-Hits wie "Dancing Queen" und "Waterloo" vom schwedischen Quartett Abba setzt man. "Wir hoffen, dass wir es mit Cover-Bands von Abba und im nächsten Jahr vielleicht von den Rolling Stones schaffen werden, dass junge, aber auch ältere Düsseldorfer mit uns das Schützen- und Volksfest feiern." Auch ein Feuerwerk, das synchron zu Musikklassikern abgefeuert werden wird, soll die Menschen an den Festplatz in Mörsenbroich ziehen. "Das Feuerwerk ist in dieser Art bei den Düsseldorfer Schützenfesten einmalig", sagt der Chef der Derendorfer Schützen. Eine weitere Neuerung in diesem Jahr: Die Besucher müssen keinen Eintritt bezahlen, das gilt auch für die Party im Festzelt am Sonntagabend mit der Abba-Cover-Band (ab 21 Uhr). In den Vorjahren musste man fünf Euro bezahlen.

Um die Menschen in den Stadtteilen auf das geänderte Programm aufmerksam zu machen, haben die Derendorfer Schützen rund 10 000 Flyer drucken lassen, die modern aufgemacht sind und mit den Silhouetten von tanzenden Frauen aussehen, als ob man Disco-Veranstaltungen ankündigen würde. Mehrere Jungschützen sind in den vergangenen Tagen von Haus zu Haus gegangen und haben bereits tausende Flugblätter in die Briefkästen geworfen.

"Jetzt können wir nur noch hoffen, dass das Konzept aufgeht und das Wetter mitspielt", sagt Heinz-Willi Lang.

(RP)