Derendorf : Der CD-Sammler

5800 CDs stehen in Joachim Luegs Regalen - alphabetisch geordnet und am Computer katalogisiert. Punk, New Wave, Neue Deutsche Welle, Disco, sogar der Hochzeitsmarsch gehört zur Sammlung. Weil Lueg auch als DJ unterwegs ist.

Joachim Lueg kann Entwarnung geben. "Es gibt ja die Behauptung, dass CDs nur 20, vielleicht 25 Jahre halten. Vor kurzem habe ich die erste CD, die ich gekauft habe, noch mal abgespielt. Es war alles in Ordnung", erzählt Lueg. "Brothers in Arms" von Dire Straits klang noch genauso brillant wie 1985, als Lueg die CD erwarb. Danach folgten noch einige Musik-Scheiben, um genau zu sein mehr als 5800 weitere. Und monatlich kommen zehn bis zwölf neue dazu. Vornehmlich aus der etwas "härteren Ecke".

Der 61-Jährige kann sich am ehesten für Bands wie Deep Purple, Black Sabbath, AC/DC, Led Zeppelin, Rammstein oder In Extremo erwärmen. Seine letzte Erwerbung in Sachen tönende Silberlinge war ein älteres Werk der Indie-Pop-Band Phoenix aus Versailles. Alles wird alphabetisch geordnet und am Computer katalogisiert.

Auch Punk, New Wave, Neue Deutsche Welle, Disco - eigentlich alle Musikrichtungen bis hin zu Schlager, lässt sich in seiner Zusammenstellung finden. "Ich mag Progressive-, Hard Rock und Neue Deutsche Härte. Es geht aber auch bis hin zu deutschen Schlagern. Rosenstolz gefällt mir zum Beispiel auch", so Lueg.

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Ein bisschen wurde der studierte Geograf und jetzige IT-Spezialist zur Vielfalt seines Musikgeschmacks gezwungen. "Hard Rock ist ja nur für eine spezielle Klientel. Aber ich bin ab und an auch als DJ unterwegs. Da muss man über eine entsprechende Auswahl verfügen. So muss man zum Beispiel für Hochzeiten einfach den Hochzeitsmarsch und Musik für alle Generationen vorrätig haben", erläutert Lueg. So stehen eben auch Musikaufnahmen aller Hits von Marianne Rosenberg oder auch "Atemlos" von Helene Fischer in seiner beachtlichen Kollektion.

Angefangen hat seine Musikleidenschaft bereits im Vinyl-Zeitalter. So finden sich auch mehr als 800 Langspielplatten in seiner Wohnung. "Angefangen habe ich Ende der 1960er Jahre", sagt Joachim Lueg. Die Beatles hat er fast verschlafen, "aber als Deep Purple, Genesis oder Queen begannen, habe ich mir die Platten gekauft", erinnert sich Lueg. Wobei der Rückblick auf seine Ersterwerbung ein wenig verschwommen ist. "Ich glaube, es war eine LP von Cliff Richard", so der Musikfan.

Seine Leidenschaft gehört aber nicht nur den bekannten und unbekannten Bands der Welt. Seit fast 50 Jahren ist er auch passionierter Fan der Fortuna. "Ich hatte einige Jahre eine Dauerkarte. Aber diese Saison war ich nicht so häufig im Stadion. Die Fortuna hat ja auch nicht so gespielt, um Zuschauer ins Stadion zu locken", meint Lueg bittersüß lächelnd. Er gehört keinem Fanclub an, macht aber alle Höhen und Tiefen der "launischen Fußball-Diva" mit. Mit Freunden fuhr er ebenso an den linken Niederrhein, als die Fortuna drohte, als Viertligist in den Niederungen des Amateurfußballs zu versinken. Lueg war aber auch 1979 in Basel, als die Düsseldorfer Kicker im Finale des Europapokals der Pokalsieger dem CF Barcelona mit 3:4 nach Verlängerung unterlagen. "Die Fortuna-Leidenschaft habe ich von meinem Vater geerbt. Ich bin in Stockum groß geworden, da war es zum Rheinstadion nicht weit", so Lueg.

So hatte es der Single auch nicht weit zu den Stadionkonzerten, denn einem Konzert, egal wo, kann er kaum widerstehen. So hat er im Laufe der Jahre alle großen und viele kleine des Musik-Business live erlebt. "Das beste Konzert haben U2 gespielt. Das werde ich nie vergessen", schwärmt Lueg. Auch Joe Cocker, Santana, Ten Years After, Saga, Status Quo oder die Düsseldorfer Bands Die Toten Hosen und Kraftwerk begeisterten ihn schon in Konzerten. In seinem Live-Erlebnis-Portfolio fehlt aber noch die Düsseldorfer Musikgruppe Broilers. "Stimmt. Die Broilers habe ich noch nie live gesehen. Aber das kann man ja ändern", meint Lueg.

(RP)