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Benrath: Der VfL Benrath spielte eine starke Saison

Benrath : Der VfL Benrath spielte eine starke Saison

Saisonrückblick: Eine beeindruckende Bilanz des Landesligisten. Das Saisonziel des Aufsteigers hieß Klassenerhalt, heraus kam ein hervorragender fünfter Tabellenplatz.

Auf eine erfolgreiche Aufstiegssaison blickt der Landesligist VfL Benrath zurück. 14 Siege, sieben Unentschieden und neun Niederlagen lautet die beeindruckende Bilanz. Als Tabellenfünfter hat sich das Team von Trainer Olaf Faßbender vor der lokalen Konkurrenz SC West (Rang sieben), Turu II (Neunter) und dem Absteiger TSV Eller 04 platzieren können — ein Prestige-Erfolg für die ehrgeizigen Schlossstädter.

Das Saisonziel Klassenerhalt stand nie wirklich in Frage, dazu haben sich die Kicker des Traditionsclubs in den 30 Punktspielen zu stark präsentiert. Hohe Laufbereitschaft, technisches Können und mannschaftliche Geschlossenheit waren Garant für einen unaufgeregten Saisonverlauf. Der Sprung in die Landesliga war den Benrathern erst am letzten Spieltag noch geglückt, weil der favorisierte Konkurrent 1. FC Monheim zuvor unerwartet gepatzt hatte.

"Wer am Ende Platz eins belegt, hat den Aufstieg auch verdient", kommentiert VfL-Obmann Faßbender das seinerzeit spannende Saisonfinale. Mit Dragan Dasovic als Coach stolperte der Liganeuling in die Meisterschaftsrunde 2012/13. Beim anspruchsvollen Auftaktprogramm mussten die Benrather Lehrgeld zahlen. Faßbender übernahm nach dem vierten Spieltag das Traineramt von Dasovic. "Es hat einfach nicht gepasst", kommentiert Faßbender den Wechsel.

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Elf Spiele in Folge absolvierten die Benrather anschließend ungeschlagen. "Da haben wir sehen können, dass wir nicht weit weg sind von der Konkurrenz", erklärt Faßbender. Gegen Ende der Hinrunde überzeugte der Aufsteiger mit einem 1:1 beim Spitzenreiter ASV Süchteln. Der spätere Meister VfB Hilden 03 kam gegen den Nachbarn ebenfalls über ein Unentschieden nicht hinaus. "In diesen beiden Begegnungen haben wir besonders viel Selbstvertrauen getankt", erinnert sich der VfL-Coach.

Ein großer Vorteil war, dass der vormalige Bezirksliga-Kader weitgehend geschlossen für die Landesligasaison zur Verfügung stand. Der Rückkehrer Gökhan Dalmis sowie Soner Dirim und Marius Lippa (zur Winterpause) als Neuzugänge haben sich problemlos integriert. Mit dem Torwart-Duo Marcel Aust und Daniel Prekop standen zwei sichere Schlussleute parat. Zur Viererkette um Abwehrchef Dennis Kronenberg gehörten standardmäßig Patrick Breidohr und Tim Würde sowie abwechselnd Sascha Hermanns, Maximilian Kratz, Matthias Eller und in der Schlussphase Swan Oehme für den verletzten Kronenberg. Im Mittelfeld zogen Christian Lindemann, Gökhan Dalmis und Oehme sowie in der Hinrunde Toni Glavas die Fäden. Lindemann musste allerdings über einen längeren Zeitraum verletzungsbedingt ersetzt werden.

"Wir haben unser Spiel oft über die Außenpositionen gestaltet", betont Faßbender. Zudem erfreut den Coach, dass seine Kicker meist in der Lage waren, in problematischen Situationen spielerische Lösungen zu finden. Das erfordert gedankliche Klasse und hohe Laufbereitschaft — insbesondere auch der Mitspieler. Für schwungvolle Offensiv-Aktionen sorgte ein überragender Fred Adomako. "Seine beste Saison", lobt Faßbender den unermüdlichen Dribbelkünstler. In der hängenden Offensivrolle wussten auch Dirk Engel als präziser Flankengeber oder Wirbelwind Tim Stemmer für Torgefahr zu sorgen. Als meist einzige Spitze fungierten Marco Schulte (anfangs) und Dirim.

"Ich muss meinen Hut vor der Mannschaft ziehen", erklärt Faßbender. Zur rundum positiven Saisonbilanz trägt auch die VfL-Reserve bei. Das Team von Trainer Markus Sesterhenn schaffte den lang ersehnten Aufstieg in die Kreisliga B.

(hel)