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Oberbilk: Der TG 81 versagen die Nerven

Oberbilk : Der TG 81 versagen die Nerven

Der Abstieg der Oberbilker Oberliga-Basketballer ist nach der 80:84-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten die SG Langenfeld so gut wie besiegelt. Trainer Oliver Bendt ging mit seinen Spielern hart ins Gericht. Zwei Spiele stehen noch aus.

Den verpassten Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg haben sie verpasst. Stattdessen setzte es den Knockout im Schlussviertel für Basketball-Oberligist TG 81. Im vorentscheidenden Duell gegen die SG Langenfeld unterlag die Mannschaft von Trainer Oliver Bendt mit 80:84. Den Klassenerhalt können die Oberbilker nur noch rechnerisch schaffen. Im kommenden Jahr wird die Mannschaft wohl wieder in der Landesliga spielen. Denn dass die TG die beiden verbleibenden Saisonspiele gewinnt, scheint ausgeschlossen.

"Wir haben uns nach dieser überflüssigen Pleite mit dem Abstieg schon abgefunden. Das war es mit dem Klassenerhalt", sagte ein enttäuschender Oliver Bendt. Der Trainer ärgerte sich sehr über die Nachlässigkeit seiner Akteure, die bis zum dritten Viertel mit zehn Punkten in Front lagen. In der Schlussphase hatte die TG den Gästen aus Langenfeld aber nur noch wenig entgegenzusetzen. Nicht zum ersten Mal verspielten die 81-er damit einen sicher geglaubten Sieg im vierten Viertel.

Für Trainer Bendt ist das kein Zufall mehr. "Offensichtlich ist das auch eine Frage mangelnder Qualität. Wir steigen dann auch zurecht in die Landesliga ab", sagte er. Mit seinem Team ging er nach der Niederlage hart ins Gericht: "Wir haben aus eigener Dummheit verloren. Eigentlich waren wir stärker als Langenfeld. Aber wir haben das nicht konsequent genug umgesetzt." In den verbleibenden Partien gegen Ronsdorf und TuS Hilden müsste die TG jetzt zwei Mal gewinnen. Gegen Spitzenreiter Ronsdorf wäre ein Sieg eine Sensation. Die Lage ist für die TG auch deshalb so aussichtslos, weil im Altessener TV ein direkter Konkurrent in der Abstiegszone am Wochenende einen Sieg einfuhr. So wurde Bendts Mannschaft von einem Nichtabstiegsplatz auf den letzten Rang der Tabelle durchgereicht. "Leider haben unsere Nerven nicht mitgespielt", ärgerte sich der Trainer über die vergebene Chance, sich vorentscheidend abzusetzen. Hätte die TG nämlich den Vorsprung über die Zeit gebracht, wäre der Klassenerhalt zum Greifen nah gewesen. Auch weil die Oberbilker im direkten Vergleich der drei abstiegsbedrohten Teams dann die Nase vorn gehabt hätte.

"Für uns geht mit dem Abstieg keine Welt unter. Die Saison in der Oberliga war schön für uns", sagte Bendt. Seine Mannschaft war vor der Spielzeit durch die Abgänge von gleich vier zentralen Stammkräften arg gebeutelt worden. "Natürlich hat uns das nicht gut getan, aber das darf keine Entschuldigung für den Abstieg sein", erklärte der Trainer. "Die Mannschaft hatte es selbst in der Hand, die Klasse zu halten." Mit den Neuzugängen sei sein Team durchaus in der Lage gewesen, den Abstieg zu vermeiden.

(RP)