Carlstadt: Wie Musik das Leben leichter macht

Carlstadt: Wie Musik das Leben leichter macht

Zum zweiten Mal fand im Stadtmuseum das Lebenshungerkonzert statt.

Einen Song hat Marius Wagner für seine Freundin geschrieben, einen anderen für ein Mädchen aus seinem Freundeskreis. Ihr hat er die Zeilen und die Strophen gewidmet, bei einem Unfall ist sie ums Leben gekommen. Wagner und die anderen Jugendlichen, die an diesem Abend auftraten, zeigten, worum es bei den Lebenshungerkonzerten geht. "Oft fehlen einfach die Worte, oder man traut sich nicht, sie auszusprechen", sagt Organisatorin Stephanie Lahusen. Über Musik sei das oft leichter.

Zum zweiten Mal fand das Konzert der Werkstatt Lebenshunger im Stadtmuseum statt. Organisiert von den Projektleiterinnen Marina Müller-Klösel und Stephanie Lahusen und mit Unterstützung vieler Teilnehmer des letzten Konzerts sind zwei beeindruckende und emotionale Stunden Musik gespielt worden. Schüler zwischen 16 und 19 Jahren präsentierten dabei Stücke verschiedenster Künstler oder selbst komponierte Lieder. So wie Marius Wagner oder die 16-jährige Julika Lüer, die zwei ihrer eigenen Songs präsentierte und sich selbst am Klavier begleitete. Unterstützt wurde sie von ihrer 17-jährigen Schwester Charlotte auf dem Cajon.

Zu hören gab es außerdem Klavier, Gitarre und Ukulele, Texte in deutscher, englischer, spanischer, koreanischer und japanischer Sprache. Nach kurzen Videos zu den Jugendlichen und ihrem Zugang zur Musik betraten die Schüler die Bühne. "Dem Leben eine Stimme geben", so lautete der Untertitel des Konzerts. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum bewährte sich auch beim zweiten Lebenshungerkonzert, so dass die Leiterin des Museums, Susanne Anna, auch für weitere Konzerte ihre Unterstützung anbot. Schirmherrin Vera Geisel sagte: "Den Jugendlichen wird eine Stimme gegeben. Eine Plattform, um sich durch die Musik auszudrücken."

(stt)