Carlstadt: Privater Sicherheitsdienst patrouilliert im Alten Hafen

Carlstadt : Privater Sicherheitsdienst patrouilliert im Alten Hafen

Kaum hatte die Firma VIP-Tickets, die Eintrittskarten für Sportereignisse oder Konzerte verkauft, ihr neues Büro an der Akademiestraße im Alten Hafen bezogen, machten in diesem Monat Mitarbeiterinnen auch schon unschöne Bekanntschaft mit betrunkenen Jugendlichen, die seit vielen Jahren schon in diesem etwas abgeschiedenen Bereich für Ärger sorgen. Das Unternehmen fackelte nicht lange, seit dem steht der Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens vor der Tür. Parallel hat die Hausverwaltung einen Sicherheitsdienst damit beauftragt, freitags und samstags von 18 bis 2 Uhr durch den Alten Hafen zu patrouillieren.

"Seitdem ist es tatsächlich besser geworden. Allerdings muss man natürlich abwarten, ob das so bleibt, wenn das Wetter dauerhaft schön ist und wieder mehr von diesen Leuten anlockt", sagt Friseur Alexander Kockers, der an der Akademiestraße ein Geschäft hat und seit langem für bessere Zustände am Hafenbecken kämpft. Kockers war auch maßgeblich daran beteiligt, dass es jetzt einen Runden Tisch gibt, an dem neben den Geschäftsleuten auch Vertreter von Polizei, Stadt und Bezirksvertretung sitzen, um sich über Ideen für eine Aufwertung des Viertels auszutauschen. "Das erste Treffen war sehr konstruktiv", so Kockers.

Dieser Eindruck deckt sich mit dem von Bezirksvorsteherin Marina Spillner. "Es wurden einige interessante Ideen entwickelt - bis hin zu der Möglichkeit, diese Randalierer mit klassischer Musik zu beschallen, um sie so zu vertreiben." Auch den Einsatz eines Sicherheitsdienstes hält sie für legitim: "Wenn dadurch endlich Ruhe eingekehrt, warum nicht?"

(arc)
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