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Bürger kritisieren: Die U79 in Düsseldorf ist unpünktlich und überfüllt.

ÖPNV in Düsseldorf : Die U79 ist den Fahrgästen zu voll

Die Stadtbahn wurde schon häufig für ihre Unpünktlichkeit und Überfüllung am Morgen kritisiert. Die Enge stört aber zu Corona-Zeiten besonders.

An diesem Morgen sind die Wagen der Stadtbahn U79 einmal nicht sonderlich überfüllt. „Das liegt wahrscheinlich daran, dass mehrere Züge in kurzen Abständen kamen, die zuvor Verspätung hatten“, mutmaßt der 17-jährige Schüler Ben. Normalerweise seien die Bahnen, wenn sie aus Duisburg und Wittlaer in Kaiserswerth einfahren, oft völlig überlaufen. Manchmal könne man kaum noch zusteigen.

Die Stadtbahnlinie U79 wurde in den vergangenen Jahren häufig für ihre Unpünktlichkeit und überfüllte Wagen zu den Hauptverkehrszeiten kritisiert. Jetzt kommt aber noch ein weiteres Problem für die Fahrgäste dazu. „In Corona-Zeiten fühle ich mich in so einem Gedränge einfach nicht wohl, zumal einige der Mitfahrer ihre Maske nur unter der Nase tragen“, sagt der 15-jährige Philipp. Seine Aussage wird von vielen der anderen Fahrgäste geteilt. „Das ist einfach nur unfair, wenn die anderen die Maske nicht aufziehen“, sagt die 16-jährige Viktoria.

„Die Bahnen könnten definitiv leerer sein, denn sonst ist es unmöglich, etwas Abstand zu halten“, sagt Tristan. Sein Schulkamerad Fabian kann deshalb nicht verstehen, dass manchmal die U79 nur mit einem Wagon fährt, während die U78 mit drei Wagons ziemlich leer unterwegs ist. „Das ist mir unbegreiflich“, sagt auch Daniel Bädker, dessen neunjährige Tochter mit der U79 von Lohausen nach Golzheim zur Schule fährt. „Die Bahn ist so voll, dass man sich nicht abwenden oder Abstand halten kann. Es ist für mich als Vater kein gutes Gefühl, meine Tochter in eine Bahn zu setzen, in der ich selber nicht gerne fahren möchte.“

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Dass jetzt die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln strenger kontrolliert werden soll, findet die 15-jährige Laura sehr gut. „Aber uns nutzt das in der U79 wenig, denn ein Kontrolleur kommt gar nicht durch den Wagen durch. Und ich traue mich nicht, andere aufzufordern, ihre Maske aufzusetzen und einige Fahrgäste machen auch immer die Fenster zu.“

Eine Verbesserung der Situation, die auch immer wieder von den Bezirkspolitikern gefordert wird, ist nicht in Sicht. Denn für die U79, die Hauptverkehrslinie im Norden, die von Duisburg kommend über Wittlaer, Kaiserswerth, Lohausen und Stockum zur Düsseldorfer Universität fährt, ist nur eine punktuelle Verbesserung vorgesehen. Bei Störungen können zusätzliche Züge, sogenannte Entlastungsfahrten, übernehmen. Die dringend benötigte regelmäßige Taktverdichtung zu den Hauptverkehrszeiten ist allerdings auch in Corona-Zeiten weiterhin nicht geplant.

Ihre Meinung Wie sind Ihre Erfahrungen mit der U79? Schicken Sie uns eine E-Mail an duesseldorf@stadtpost.de.