Stadtmitte: Bürger diskutieren über Schadowstraße

Stadtmitte : Bürger diskutieren über Schadowstraße

Im Moment gleicht sie einem Flickenteppich von Baustellen. Doch bald wird sich das Erscheinungsbild der Allee wohl verändern. Wie soll die Schadowstraße in Zukunft aussehen? Diese Frage beschäftigt nicht nur die Anwohner, gilt die Straße doch als eine der Top-Einkaufsmeilen Düsseldorfs. Ratsherr Gerd Blatz und Marina Spillner, Mitglied der Bezirksvertretung 1 (beide SPD) hatten aus diesem Grund zu einem Spaziergang eingeladen, um die verschiedenen Vorschläge für den Umbau an der Schadowstraße mit Bürgern zu diskutieren. Vier Ideen der Verwaltung gibt es bisher: Eine Fußgängerzone auf der gesamten Straße oder von der Tonhallenstraße bis zum Jan-Wellem-Platz sind im Gespräch. Andere Vorschläge sind, den Verkehr einspurig zu leiten oder ein sogenanntes "Shared-space-Modell". Dabei werden die Höhen von Bürgersteig und Fahrbahn angeglichen und Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger teilen sich eine Spur. Hierbei kommt es also auf gegenseitige Rücksichtnahme an.

Ein solches Modell, wie es bereits in London praktiziert wird, konnten sich nur wenige vorstellen. Chaos sei da vorprogrammiert, meinten viele Teilnehmer. Auch der Vorschlag eines Fahrradwegs in der Mitte der Straße stieß auf Unverständnis: "Wer sagt den Radfahrern dann, dass sie nur in der Mitte fahren dürfen?", fragte ein älterer Mann. "Wenn hier zukünftig viel mehr Radverkehr herrscht, stellt sich auch die Frage, wo man Fahrradparkplätze schaffen kann", sagte Gerd Blatz.

Auch über das Parkhaus an der Bleichstraße tauschte man sich aus. Dort gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Zufahrt. "Dazu muss erst einmal erhoben werden, wie viele Autos täglich rein und raus fahren", regte ein Teilnehmer an. Ein anderer hielt das Parkhaus in Zukunft für überflüssig, man könne schließlich eine platzsparende Tiefgarage anlegen. Bürger werden nach der Sommerpause die Gelegenheit haben, ihre Hinweise und Wünsche gegenüber der Verwaltung zu äußern.

(vpa)
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