Was Düsseldorf gegen den Klimawandel tun kann

Klimaschutz : Stadt will Motor beim Klimaschutz sein

Klimaschutz-Konferenz für den Stadtbezirk 3 lockte viele Interessierte in das Bilker Stadtteilzentrum.

Am Dienstagabend kamen viele Düsseldorfer im Bilker Stadtteilzentrum zusammen, um gemeinsam mit Verwaltung und Experten über den Klimaschutz im Stadtbezirk 3 zu sprechen. „Wenn wir die aktuelle Entwicklung nicht stoppen, erleben wir bis zum Ende des Jahrhunderts eine Erderwärmung von bis zu 3 Grad“, warnte Stefan Küper, NRW-Fachpromoter für das Thema Klima bei Germanwatch, zu Beginn seines Vortrages. Auch Elke Cardeneo aus dem Umweltamt der Stadt zeigte die mittel- und langfristigen Auswirkungen des Klimawandels, die bereits jetzt in Düsseldorf spürbar sind. „Eine messbare Klimaveränderung ist heute schon der Temperaturanstieg. Die durchschnittliche Temperatur ist höher geworden und – für den Menschen spürbar – die Extrema haben sich verstärkt. Das bedeutet mehr Hitzewellen und tropische Nächte.“

Auch wenn es an vielen Stellen noch intensiver um den Klimaschutz gehen müsste, das Pariser Klimaabkommen aus dem Jahr 2015 oder das Düsseldorfer Ziel, bis 2050 eine Klimaneutralität in der Stadt zu erreichen, sind wichtige Bestrebungen, die aktuellen Entwicklungen zu stoppen. Natürlich hängt ein Großteil des Klimaschutzes an internationalen Abkommen und dem Handeln der Bundesregierung. Auch Stefan Wenzel vom Umweltamt meint: „Wir können als Stadt nur der Motor sein und sind darauf angewiesen, was bei der Europäischen Union und der Bundesregierung passiert.“ Dennoch hat die Stadt in einigen Bereichen die Möglichkeit, den Klimaschutz nach vorne zu bringen und möchte dort die Düsseldorfer auch aktiv mitnehmen. Unter dem Kampagnen-Namen „Mach’s! Für dich und Düsseldorf“ wirbt die Stadt für den einfachen Klimaschutz, der in sogenannten Sekunden-, Minuten- und langfristigen Aktionen geschehen kann. „Eine Sekundenaktion wäre zum Beispiel das Runterdrehen der Heizung um wenige Grad“, so Wenzel, der ergänzt: „Generell hat das Thema Wärme ein großes Potenzial was die Reduzierung der CO2-Werte betrifft.“ Minutenaktionen sind ebenfalls schnell gemacht und helfen dem Klima – etwa im Haushalt öfters mit Steckerleisten arbeiten und damit den Standby-Modus von Elektrogeräten abschalten. Wenn nur jeder zehnte Düsseldorfer seine Geräte konsequent mit dieser Taktik ausschalten würde – statt sie ungenutzt im Standby zu halten – würde die Stadt täglich 25 Millionen Watt einsparen.

Für die langfristigen Ziele hat Düsseldorf nun auch ein attraktives Förderprogramm auf den Weg gebracht. Dabei soll es vor allem um die Sanierung und Optimierung von Gebäuden und Wohnungen gehen: Optimierung von Heizungsanlagen, Dämmung der Wand- und Dachflächen, eigene Solar- und Photovoltaikanlagen. Über die Internetseite der Stadt kann sich jeder interessierte Bürger informieren, ob er den Förderrichtlinien entspricht und einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung hat.

Weitere Informationen unter www.duesseldorf.de.