Bilk: Spieloase wird zur Großbaustelle

Bilk: Spieloase wird zur Großbaustelle

Nebenan wachsen die Karolinger Höfe, aber auch auf dem Gelände selbst wird in diesem Jahr endlich die Erweiterung umgesetzt.

Seit vielen Jahren warten die Kinder der Spieloase an der Brunnenstraße vergeblich auf die Erweiterung des längst viel zu kleinen Geländes. Die angrenzende rund 170 Quadratmeter große, aber leerstehende Halle sollte als multifunktionaler Raum hinzukommen, den man abteilen und so für verschiedene Angebote und Events nutzen wollte. Die fertigen Entwürfe liegen seit 2015 vor. Und in diesem Jahr soll endlich mit Umbau und Erweiterung begonnen werden.

Das wird jedoch für Eltern, Kinder und Mitglieder des Vereins "Spielen und Leben in Bilk" gleich in doppeltem Sinne auch eine Phase der Entbehrung. Denn nebenan wächst der neue Wohnpark Karolinger Höfe, und die Großbaustelle tangiert auch den Spielhof. Anfang Februar wurde die Mauer zum Nachbargrundstück abgerissen und ein neuer Bauzaun errichtet, der den Spielplatz verkleinert hat. Das bedeutet, dass Schaukeln und Kletterturm vorläufig auf der anderen Seite des Bauzauns verschwinden. Ende des Monats sollen die Ausschachtungsarbeiten beendet sein, der Bauzaun wird dann an alter Stelle neu gesetzt, "der endgültige Zaun wird Ende Juni/Anfang Juli erstellt", teilt der Vorstand den Besuchern auf einem Zettel an der Eingangstür mit.

Für die letzte Sitzung der Bezirksvertretung 3 hatten die Grünen die Anfrage gestellt, mit welchen Beeinträchtigungen die Spieloase während der Bauphase der Karolinger Höfe zu rechnen habe, und die Verwaltung nahm sich die Zeit, umfangreich darauf zu antworten. Natürlich seien entsprechende Beeinträchtigungen durch die benachbarte Baustelle nicht zu vermeiden, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung, die durch den vorgesehenen Umbau der Spieloase, der abschnittsweise erfolgen und noch in diesem Jahr starten soll, zusätzlich erschwert werde. "Während der einzelnen Umbauphasen ist zudem damit zu rechnen, dass nicht alle Räume in gewohnter Weise zur Verfügung stehen werden", so das Jugendamt. Gerade durch die Einteilung in verschiedene Bauabschnitte soll jedoch gewährleistet bleiben, dass der Betrieb der Jugendeinrichtung weitergeführt werden kann.

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Gemeinsames Ziel sei es, dass die Spieloase auch während der dreijährigen Umbauphase genutzt werden kann und keine Schließung nötig wird. "Falls es erforderlich ist, können einzelne Angebote oder Gruppen in einem zeitlich begrenzten Rahmen in Räume benachbarter Einrichtungen verlegt werden", so der Plan. Infrage kämen etwa die Jugendfreizeiteinrichtung Treff oder der Kinderspieletreff an der Oberbilker Allee 1. Konkret seien die Planungen in dieser Hinsicht aber noch nicht.

Auch was genau mit dem öffentlichen Spielplatz geschehen soll, der zur Spieloase gehört, ist nicht abschließend geklärt. Erste Gespräche mit Verein, Investor sowie Garten- und Jugendamt hätten aber bereits stattgefunden, eine gemeinsame Lösung werde angestrebt. Mit dem letzten Bauabschnitt der Karolinger Höfe soll auch ein Spielplatz entstehen, der dann mit dem der Spieloase an der Brunnenstraße verbunden werden soll.

(arc)