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Bilk: Radfahrwege in Stadtteilen ausbaufähig

Bilk : Radfahrwege in Stadtteilen ausbaufähig

Im Mittelpunkt des Bürgerforums stand das Thema Radfahren in Bilk. Steffen Geibhardt vom Amt für Verkehrsmanagement fordert, dass radtaugliche Strecken künftig intuitiver genutzt werden können.

Mit der Frage, was die Politik für die Düsseldorfer Radfahrer tun kann, welche Straßen und Radwege gefährlich sind und welche Projekte für einen Ausbau des Radverkehrs zukünftig durch das Amt für Verkehrsmanagement vorgesehen sind, beschäftigte sich das Bürgerforum im Bürgersaal des Stadtteilzentrums Bilk.

Eingeladen hatten Bezirksbürgermeister Walter Schmidt sowie sein erster Stellvertreter Lutz Goebels, die das Thema Radverkehr in Düsseldorf, speziell im Stadtteil Bilk, unter die Lupe nahmen. Gastreferenten waren Steffen Geibhardt vom Amt für Verkehrsmanagement und Mathias Steinigk, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC).

Während Steinigk Beobachtungen aus dem Radleralltag präsentierte, stellte Geibhardt, der sich bereits seit über 20 Jahren mit dem Fahrradverkehr der Landeshauptstadt beschäftigt, gelungene Beispiele des gelenkten Radverkehrs in Bilk vor. "Gerade in Bilk konnten wir viele Projekte pro Radfahren realisieren", sagte der gelernte Verkehrsingenieur.

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Und dennoch: Blickt Geibhardt auf das gesamte, rund 700 Kilometer umfassende, radtaugliche Verkehrsnetz der Stadt, so "gibt es noch einiges zu tun." Während die Stadt aktuell an einem Radschnellweg, der die Städte Neuss und Langenfeld auch mit dem Düsseldorfer Zentrum verbinden soll, arbeitet, ist immer wieder auch der Blick auf besondere Gefahrenstellen in den Stadtteilen zu richten. Insbesondere die Bezirksnetze, also die Radwege und Schutzstreifen für die kurzen Wege in einem Stadtteil, sind ausbaufähig und für die Zukunft fit zu machen. Dabei gilt es auch, veränderten Ansprüchen durch etwa steigenden Radverkehr oder den Einsatz von Pedelecs, gerecht zu werden. "Überdies", so Geibhardt, "müssen wir daran arbeiten, dass die Benutzung von radtauglichen Strecken wesentlich intuitiver wird."

Müssen Radler derzeit zum Teil große Umwege in Kauf nehmen, um verkehrsberuhigte Zonen nutzen zu können und damit einer zum Teil aufwendigen Beschilderung folgen, so plant die Stadt etwa eine radlerfreundliche Direktverbindung vom Südring auf die Friedrichstraße. "Die unmittelbare Verbindung wäre die Merowingerstraße", so Geibhardt und führte damit bereits eines der Probleme bei sinnvoller Umsetzung von Verkehrswegen für Radfahrer in Düsseldorf an. Denn oft gehen die Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer, in diesem Falle die der Auto- und Radfahrer, auseinander.

Der Verkehrsplaner stellte daher aktuelle Entwicklungen und Projekte aus dem Ausland vor. Mit einer "Shared bike lane" nutzen Rad- und Autofahrer zum Beispiel eine Fahrspur. Geibhardt: "Ein denkbares Modell auch für die Merowingerstraße."

(RP)