Bilk: Neuer Spielbauwagen für Kita-Kinder in Bilk

Bilk: Neuer Spielbauwagen für Kita-Kinder in Bilk

Die Kindertagesstätte St. Ludger gehört mit nur 43 Kindern zu den kleinen Einrichtungen. Dafür ist der Förderverein sehr engagiert.

Brav sitzen die Kinder der St. Ludger Kita in Bilk in einem Halbkreis auf der Wiese. Die Ruhe täuscht. Die Kids können es kaum erwarten, ihren neuen Spielbauwagen in Besitz zu nehmen. Am Vortag hatten sie ihn noch selbst mit einem rot-weißen Band geschmückt. Jetzt schauen sie gespannt zu, wie Kita-Leiterin Petra Klouten den festlichen Schmuck unter Konfetti-Regen zerschneidet. Kaum ist die Tür des Wagens geöffnet, gibt es kein Halten mehr. Jeder möchte als erster schauen, wie ihre neue Spielmöglichkeit von innen aussieht. "Mama, Mama guck mal", rufen sie aus den Fenstern.

Der Bauwagen ist eine Stiftung des noch recht jungen Fördervereins der Kita St. Ludger an der Merowingerstraße. "Alle zwei Jahre veranstaltet die Kita ihr Sommerfest", berichtet Jean Walzel, Vorsitzender des Fördervereins. "Dort haben wir eine Tombola mit richtig schönen Preisen." Von den Einnahmen hat der Förderverein sein erstes größeres Projekt, den Spielbauwagen, finanziert. Mit dem Kauf alleine war es allerdings nicht getan. Denn der hölzerne Bauwagen mit dem rot-braunen Dach war nur ein Bausatz, der sogar ohne Schrauben geliefert wurde.

"Den zusammenzubauen, war gar nicht so leicht. Das hat viel Schweiß und Mühe gekostet", erzählt Walzel. "Drei Samstage haben die Männer hier verbracht und geschraubt", berichtet Klouten. "Für die Kinder war das richtig schön. Sie konnten Woche für Woche die einzelnen Schritte nachverfolgen und warteten gespannt darauf, wie es weiterging." Als Bonbon bekommt der Wagen in den nächsten Tagen auch noch eine kleine Innenausstattung. Die Kita-Mitarbeiterinnen wissen den Einsatz des Fördervereins zu schätzen. "Wir haben schon tolle Eltern hier", findet Aliki Pakos, stellvertretende Leiterin. Viele Eltern bleiben dem Förderverein sogar erhalten, wenn ihre Kinder die Kita gar nicht mehr besuchen. Aber nicht nur der Förderverein setzt sich für die Kita ein. "Viele Eltern engagieren sich und fragen, ob sie helfen können. Wir haben eine sehr familiäre Atmosphäre hier", sagt Klouten. Vielleicht liegt die starke Verbundenheit der Eltern auch daran, dass einige selber die Kita, die schon 1972 gegründet wurde, besucht haben. Ohne die Unterstützung der Eltern hätte es die Kita schwer, meint die Kita-Leiterin. "Wir sind ein sehr kleiner Kindergarten. Unser Budget ist begrenzt. Da sind wir auf Mithilfe angewiesen."

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Mit nur 43 Kindern und zwei Gruppen ist St. Ludger die kleinste Einrichtung von fünf in der St. Bonifatius-Gemeinde. Der Kindergarten nimmt auch am Bundesprogramm "Sprach-Kita" teil. "Wir haben hier rund zwölf Nationalitäten", erzählt Klouten. Da könne es schon mal zu Problemen mit der Sprache kommen. Geschulte Fachkräfte erkennen diese schnell und bieten Hilfe an. Auch Bewegung wird in St. Ludger ganz groß geschrieben. Da ist es ein großes Glück, dass für so wenige Kinder eine Rasenfläche von rund 1600 Quadratmetern zur Verfügung steht, die auch bei jeder Wetterlage genutzt wird. "Das ist richtig luxuriös", findet Klouten. "Es gibt Kindergärten, die müssen auf den Spielplatz gehen, wenn sie draußen spielen wollen."

Damit die Kids dort noch schöner spielen können, plant der Förderverein auch schon sein nächstes Projekt. "Wir wollen große Sonnensegel aufstellen, damit die Kinder im Sommer geschützt sind", berichtet Walzel. Den Plan wird der Verein aber erst nächstes Jahr umsetzten. "Da gibt es so viel zu planen und bürokratische Dinge zu regeln, das braucht Zeit. Es soll ja schließlich gut werden", erklärt der Vorsitzende.

(RP)