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Nach Hacker-Angriff : Uni-Klinik Düsseldorf wieder im Normalbetrieb und hat mehr Corona-Patienten

Nach Hacker-Angriff : Düsseldorfer Uni-Klinik wieder im Normalbetrieb

Vier Wochen nach dem Hacker-Angriff laufen die wichtigsten IT-Systeme der Uni-Klinik wieder normal. Gerade rechtzeitig, sagt der Klinikchef mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen.

Vier Wochen nach dem Kostenpflichtiger Inhalt Hacker-Angriff auf die IT-Systeme der Uni-Klinik hat das Universitätskrankenhaus wieder nahezu den alten Standard  erreicht. 

Mit bis zu 900 stationären Patienten sei in der vergangenen Woche die übliche Belegung (1000) wieder fast erreicht worden. Auch in der Notaufnahme, die durch den Systemausfall 13 Tage gestoppt worden war, ist mit täglich bis zu 120 Patienten wieder viel zu tun.

Die wichtigsten IT-Systeme liefen wieder verlässlich, seit voriger Woche ist die Klinik auch wieder per Mail erreichbar, teilte das Klinikum mit.   Am Montag übergab die Notfall-Einsatzleitung das UKD wieder dem Normalbetrieb.

Der Ärztliche Direktor Frank Schneider sprocht von einer „ausgeweiteten Arbeitsfähgkeit“ nach der Cyber-Attacke, die gerade zur richtigen Zeit hergestellt werden konnte: „Nachdem im Sommer zum Teil nur eine Handvoll COVID-19-Patienten im UKD behandelt wurde, ist die Zahl der stationär behandlungsbedürftigen Patienten inzwischen wieder auf 20 gestiegen, von denen zwei Patienten intensivmedizinisch betreut werden.“ Angesichts der steigenden Zahlen müssten sich die Krankenhäuser alle wieder auf diese Situation einstellen.

Eine eingeschleuste Schadsoftware hatte am 10. September die Systeme der Uni-Klinik lahmgelegt. Die Ermittlungen der Polizei, die eine mögliche Spur nach Russland verfolgt, werden auch wegen fahrlässiger Tötung geführt, nachdem am 17. September eine Patientin starb, deren Behandlung wegen des Systemausfalls mit einstündiger Verspätung begann.