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Bilk: Kritik an Bilker Flüchtlingsunterkunft hält an

Bilk : Kritik an Bilker Flüchtlingsunterkunft hält an

Anwohner bemängeln, dass Abstand zwischen Gartenzaun und Unterkunft nur 8,30 Meter betragen soll.

Kurz vor Beginn der Bauarbeiten für ein Flüchtlingsheim auf dem Areal "Tetelberg" lud die Stadtverwaltung am Mittwochabend Anwohner zu einem weiteren Info-Abend ein. Gestritten wurde dabei hauptsächlich um eine Frage: Sind 8,30 Meter Abstand zwischen Gartenzaun und Unterkunft genug? Knapp ein Jahr nach der ersten Info-Veranstaltung hat sich die Meinung der Anwohner nicht geändert. Den Bau der Flüchtlingsunterkunft sehen sie mehrheitlich kritisch. Ein Umstand, der Birgit Lilienbecker vom Amt für Gebäudemanagement an diesem Abend nicht lange verborgen blieb. Während sie noch von der Belegung der Gebäude berichtete, wurde sie von einem Anwohner unterbrochen: "Wer da drin ist, ist unwichtig!"

Wichtiger ist den Anwohnern die Lage. 8,30 Meter werden laut Planung zwischen der Unterkunft und den Grundstücken der Bürger liegen. "Das ist einfach zu nah", sagte Willi Büttgen, dessen Grundstück an das Gelände grenzt. Lilienbecker erklärte den Anwohnern, dass es für die Pläne aufgrund der Beschaffenheit des Grundstücks keine Alternative gebe.

An anderer Stelle geht die Stadt dagegen auf die Wünsche der Bürger ein. So wird der Haupteingang nicht wie ursprünglich geplant am Tetelberg eingerichtet, sondern an der Völklinger Straße. Dadurch soll ein Anstieg des Autoverkehrs in der kleinen Seitenstraße verhindert werden.

Nicht zuletzt ist es auch die Zahl der zukünftigen Nachbarn, die die Anlieger beunruhigt. "Wir wissen nicht, was auf uns zukommt", sagte Egbert Löhr angesichts von rund 320 Flüchtlingen, die Ende des Jahres einziehen sollen. Davor sollen die Anwohner aber die Chance bekommen, sich ein eigenes Bild von der Unterkunft zu machen. Erst danach wird sich wohl zeigen, ob 8,30 Meter genug sind.

(RP)