Düsseldorf: Hier finden Sie noch einen Parkplatz

Düsseldorf : Hier finden Sie noch einen Parkplatz

Thema Parken: Mehr als 60 Quartiersgaragen gibt es in der Stadt. Hier können Anwohner für bis zu 90 Euro im Monat ihre Autos unterstellen. Doch in den Innenstadtbezirken sind die Plätze rar. Außer in einer Garage.

Das Konzept der Quartiersgaragen in Düsseldorf geht auf, dennoch gibt es besonders in den Innenstadtbezirken einen großen Bedarf an bezuschusster Stellfläche für Pkw. Das geht aus einer Statistik der Stadt hervor, die der Rheinischen Post vorliegt. Dabei gibt es allerdings große Unterschiede in den Stadtteilen.

So spiegelt sich besonders der Parkdruck in den innerstädtischen Wohnquartieren in der Statistik wieder. Hier sind neue Parkplätze nötig, es gibt lange Wartelisten für die Garagen und dementsprechend schwierig ist es, sein Auto in der Nähe seiner Wohnung abzustellen.

So etwa in Bilk: Zehn Quartiersgaragen gibt es in dem Stadtteil, insgesamt 664 Plätze. Wer allerdings sein Auto abstellen will, wird es trotzdem nicht leicht haben, denn acht der Quartiersgaragen sind komplett ausgebucht. Dabei trifft es natürlich besonders Viertel, in denen es an öffentlichem Parkraum mangelt.

So sind etwa die 50 Plätze, die in den Bilker Arcaden den Anwohnern vorbehalten sind, besetzt. Ähnlich ist die Situation an der Himmelgeister Straße: Dort stehen zwei Garagen mit rund 120 Plätzen zur Verfügung, wer allerdings einen Stellplatz anmieten will, muss sich auf eine Warteliste setzenlassen. Alle Plätze sind bereits von Anwohnern besetzt.

Noch dramatischer ist die Situation in Oberbilk. Hier führt die Liste vier Garagen mit 223 Plätzen auf, in der Ellerstraße 189, der Höhenstraße 25, der Kölner Straße 327-329 und der Sonnenstraße 10 bis 14. Laut der Statistik sind die Parkplätze alle belegt. Auch in Unterbilk sind die Plätze in der Quartiersgarage ein begehrtes Gut. Acht Garagen führt die Statistik auf, und nur in drei von ihnen gibt es noch vereinzelte Plätze.

Auch in Flingern Nord gibt es noch vereinzelt Plätze in den Quartiergaragen. So etwa an der Ackerstraße 144, wo von den 50 Plätzen nur rund die Hälfte besetzt sind. Auch an der Birkenstraße 12 gibt es noch vereinzelt Plätze. In Pempelfort ist die Situation ähnlich. Von zwölf Quartiersgaragen in dem Stadtteil sind sieben komplett ausgebucht, in den anderen Garagen finden sich nur noch einzelne Plätze.

Ein Stellplatz in einer der Quartiersgaragen der Stadt kostet zwischen 30 Euro (Kennedyhaus in Golzheim) und 93 Euro (Adlerstraße 15 in Pempelfort) im Monat. Die Plätze sind von der Stadt bezuschusst. Mittel für die Bezuschussung kommen aus dem Ablösebetrag, den Bauherren für notwendige Stellplätze, die nicht gebaut werden können oder dürfen, zahlen müssen. Bis zu 12 000 Euro müssen Bauherren für einen solchen nicht vorhandenen Stellplatz an die Stadt zahlen.

Im Moment stehen noch mehr als 13 Millionen Euro aus der Stellplatzablöse bereit. Geld, dass eigentlich für den Bau neuer Garagen in den Wohnvierteln der Stadt verwendet werden könnte. Doch laut Landesbauordnung muss das eingenommene Geld in Maßnahmen gesteckt werden, die zu einer besseren Erreichbarkeit des jeweiligen Objektes führen. Bis zum Jahr 2000 konnte die Stadt das eingenommene Geld nach Bedarf verteilen. Erst in der vergangene Woche hat Baudezernent Gregor Bonin angekündigt, die Stadt wolle bei der Bezirksregierung erreichen, dass diese Regelung etwas flexibler gehandhabt wird. Allein für den Stadtbezirk 1 liegen noch 7,7 Millionen Euro für Projekte bereit.

Doch das Geld ist nicht an die Erstellung von Parkraum gebunden. So wurden in der Vergangenheit auch andere Maßnahmen damit finanziert, etwa Fahrradstellplätze geschaffen.

Am geringsten ist die Auslastung der Quartiergarage am Carschhaus. 50 Stellplätze hat die Stadt dort, und keiner ist besetzt. Das mag allerdings auch daran liegen, dass in der Umgebung nur wenige Menschen wohnen und die entweder kein Auto oder einen eigenen Stellplatz haben.

(RP)