Bilk: Fassade der alten Chirurgie wird für 13 Millionen Euro saniert

Bilk: Fassade der alten Chirurgie wird für 13 Millionen Euro saniert

Zusätzlich werden an der Uni-Klinik zwei Millionen Euro für die Einrichtung investiert. Nach Karneval starten die Bauarbeiten.

Vor genau 60 Jahren ist die alte Chirurgie auf dem Gelände der Uni-Klinik Düsseldorf (UKD) eröffnet worden, die heute als Bettenhaus West im Zentrum für Operative Medizin I bezeichnet wird. Für die Haustechnik und einzelne Stationsbereiche gibt es bereits Modernisierungspläne, die im Rahmen des Medizinischen Modernisierungsprogramms ("MedMop") des Landes NRW festgelegt wurden. Jetzt soll zudem die Fassade des Gebäudes erneuert werden - die Arbeiten dafür starten bereits nach Karneval. Eine vorzeitige Fassadenprüfung hinsichtlich des Brandschutzes sei Teil des Bauantrages gewesen, da das Bettenhaus West mit seinen acht Etagen und einer Höhe von rund 30 Metern den Status eines Hochhauses hat, "so wie es bei vielen anderen Krankenhäusern auch der Fall ist", sagt Mark Wähling, Leiter des Dezernats Bau und Technik.

Durch eine sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bauaufsichtsamt und der Berufsfeuerwehr der Stadt hat Wähling nun Planungssicherheit, außerdem gebe es nun Transparenz zu den in den 1960er Jahren verbauten Materialien. Um das Material der Fassade schnellstmöglich entfernen zu können, wurden einige Stationen bereits Ende 2017 geräumt und auf andere Klinikbereiche des UKD verteilt. Parallel dazu wurde schon eine mobile flächendeckende Brandmeldeanlage eingebaut. Bis zu vier Kräne und acht Hebebühnen sind nach Karneval im Einsatz, damit in etwa zwei Monaten die jetzige Fassade entfernt ist. "Danach können die Stationsbereiche dann wieder für die Patientenversorgung genutzt werden", sagt Wähling.

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Die geplanten Kosten für die Erneureungen an dem Gebäude liegen bei 13 Millionen Euro Baukosten, dazu rechnet das UKD noch mal mit etwa zwei Millionen Euro für die Einrichtung. Ziel ist es, die komplette Sanierung des Gebäudes 2020 zu beenden. Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des UKD: "Angesichts des hohen Alters der Mehrzahl unserer Gebäude müssen wir natürlich auf solche neuen Erkenntnisse schnell reagieren, um weiterhin eine erstklassige Versorgung unserer Patienten sicherzustellen", sagt er. Glücklicherweise sei die Sanierung des Bettenhauses ohnehin geplant gewesen. "Das Beispiel führt uns aber auch vor Augen, wie groß der Modernisierungsbedarf unserer baulichen Infrastruktur ist."

(RP)
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