Bilk : Ein Wohnquartier zum Älterwerden

In Bilk entsteht ein Wohnquartier, das auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Auch die Diakonie ist vor Ort.

Ein Wohnquartier speziell für ältere Menschen zu planen und umzusetzen, kann ein Kraftakt sein. Das konnte man beim Richtfest gestern Hartmut Mühlen, dem Sprecher des Arbeitskreises "Wohnen im Alter" des Seniorenbeirats Düsseldorf, anhören. Seit 2008 begleiten Mühlen und seine Kollegen das Projekt, ein Areal für ein Wohnquartier zu finden, das bei Fragen wie Infrastruktur, Anbindung und Lage und auch bei der Einrichtung und Ausstattung des Wohnkomplexes den Bedürfnissen älterer Menschen entspricht. Und so wundert es nicht, dass Mühlen gestern von Geduld, aber auch einem gewissen Frustrationslevel bei den langjährigen Vorplanungen mit allen Projektbeteiligten sprach.

Bis nächsten Sommer entstehen auf dem ehemals städtischen Grundstück an der Ecke Witzel-/Moorenstraße in Bilk 40 barrierefreie Wohnungen, 16 davon werden öffentlich gefördert. Alle Wohn- und Gebäudebereiche sind barrierefrei und über Fahrstühle zu erreichen. So werden Höhenunterschiede mit Rampen überbrückt, die Bäder sind mit schwellenlosen und rutschhemmenden Duschplätzen ausgestattet, und die Türen haben Breiten von mindestens 80 Zentimetern, in den Wohneingangsbereichen und an den Fahrstuhltüren sogar 90 Zentimeter, damit auch Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen sie problemlos passieren können. Alle Wohnungen können mit einem Notrufsystem ausgestattet werden, und die Haupt- und Nebeneingänge werden videoüberwacht, um dem hohen Sicherheitsbedürfnis gerade älterer Menschen gerecht zu werden. Ein Gemeinschaftsraum soll den Austausch untereinander fördern.

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Die Lage, Ausstattung und Infrastruktur sei seniorengerecht, meint man beim Seniorenbeirat: So ist nur wenige Schritte entfernt die Haltestelle "Uni-Kliniken", die von drei Straßenbahnen sowie neun Buslinien angefahren wird. Fast vor der Haustür sind zum Beispiel Apotheke, Bäckerei und kleinere Gastronomie-Betriebe, allerdings kein Supermarkt. Trotz zentraler Lage können Senioren Ausflüge oder Spaziergänge in die Natur machen: Der Südpark und Volksgarten, auch der Botanische Garten der Heinrich-Heine-Universität sind gut zu erreichen.

Ein wichtiges Element des Projekts, das mit "Servicewohnen - Wohnquartier am Moorenplatz" überschrieben ist: dass die Diakonie vor Ort ist. Sie wird den so genannten Betreuungsstützpunkt betreiben, über den die Bewohner Hilfen erhalten können, um ihren Alltag zu bewältigen. So werden hauswirtschaftliche Dienste angeboten, aber auch Tages- und Kurzzeitpflege.

Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke (SPD) lobte beim Richtfest das Wohnquartier, das für rund 9,5 Millionen Euro entsteht und für das unter anderem die KBBD Projektgesellschaft mbH sowie Kolfhaus und Beele als Architekten und Bauträger verantwortlich sind. "Düsseldorf hat seit Jahren einen Wohnungsmangel, vor allem für Senioren braucht man Wohnungen", sagte die Bürgermeisterin. Sie hofft nun, dass das Quartier Anstoß für weitere Projekte sein wird.

(RP)