Düsseldorf: Ein Paradies für Modellbauer im Bürgerhaus

Düsseldorf : Ein Paradies für Modellbauer im Bürgerhaus

Seit 20 Jahren basteln Schüler in der "Holzwurm-AG" von Willi Kempen. Ihm zu Ehren gab es jetzt eine Ausstellung.

Mehr als 60, zum Teil riesige Holzmodelle stellte Willi Kempen für einen Tag mit seiner "Holzwurm-AG" im Bürgerhaus Bilk aus. Mit der Ausstellung feierten die Schüler der Hulda-Pankok-Gesamtschule und der Martin-Luther-Grundschule mit ihren Eltern und Besuchern das 20-jährige Bestehen der AG unter der ehrenamtlichen Leitung Kempens. Als Dank für das langjährige Engagement überreichte Bezirksvorsteher Walter Schmidt ihm den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis "Bilker Biber 2014".

"Bei den Schülern geht sicher auch mal etwas daneben. Aber das, was sie hier bauen, müssen Erwachsene erst einmal nachmachen", sagt Kempen. Je nach Alter bauen die Schüler mit seiner Hilfe realistische Fachwerkhäuser, Straßenbahnen oder Festungsanlagen aus tropischem Balsaholz. Das ist besonders leicht, lässt sich gut verarbeiten und eignet sich perfekt, wenn es um kleinste Details wie Mauerwerk oder Fensterkreuze geht.

In der Ausstellung gab es viele Prunkstücke wie die bayerischen Fachwerk-Bauernhöfe, den Hanomag-Traktor mit Blattfederung aus Kaffeerührstäbchen und das mehrere Quadratmeter große Modell der römischen Befestigung Xantens zu sehen. Auch Düsseldorfer Gebäude wie die Fleher Brücke und die Kirche Alt St. Martin sind in kleinerem Maßstab von Schülern nachgebaut worden. "Ich fotografiere zuerst die Gebäude und zeichne dann Pläne vor", sagt der 69-Jährige. Die Maße müssen die Kinder der AG aber selbst ausrechnen. Dann geht es an die Arbeit, die bei größeren Modellen wie dem des Paderborner Doms mehrere Jahre dauern kann.

Ein Highlight der Ausstellung ist ein Modell der Titanic, das schon das zweite seiner Art ist. "Das erste wurde gestohlen", sagt Kempen, der für seine zwei Kinder oft Holzspielzeuge bastelte. "Die Kinder wollten aber unbedingt noch eins, da habe ich mich noch einmal rangesetzt."

(RP)
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