Bilk: Ein Fahrradhaus für die Heresbachstraße

Bilk: Ein Fahrradhaus für die Heresbachstraße

Viele Fragen hatten die Mitglieder der Bezirksvertretung 3, bevor sie dem Projekt zustimmten.

4,64 Meter ist es breit, 1,50 Meter tief, das Fahrradhäuschen, das auf der Heresbachstraße in Bilk aufgestellt werden soll. Das Häuschen ist gerade so groß, dass es auf einen Pkw-Stellplatz passt, mit seinen drei Meter Höhe aber kommt nicht jede Parklücke infrage, könnte es doch die Aussicht der Anwohner verdecken. Im Stadtbezirk 1 hatten die Bezirkspolitiker bereits vor einigen Wochen einem solchen Häuschen zugestimmt - es soll an der Scharnhortsstraße stehen. Dort ist die Entscheidung nicht ohne Debatte gefallen - und auch einige Anwohner können sich das Konzept noch nicht so richtig vorstellen. Jetzt stand das Fahrradhäuschen auch in der Sitzung der Bezirksvertretung 3 auf der Tagesordnung, auch dort hatten die Politiker noch einige Fragen, zum Beispiel zum Preis, der sich auf 22.000 Euro pro Haus belaufen wird. Für die ersten zehn Häuschen, die im Stadtgebiet aufgestellt werden, unterstützt die Stadt den Antragsteller bei der Anschaffung mit 90 Prozent der Kosten. "Ist eine Vermietung durch die Stadt geplant?", wollte Frank Optensteinen (CDU) wissen. Dafür gebe es kein Personal, hieß es aus der Verwaltung, deshalb setze man auf die Initiative von Privatpersonen, die sich anschließend um das Fahrradhaus kümmern müssen.

Dieter Sawalies (Die Linke) fragte, ob es nicht ein anderes Modell gibt - die Verwaltung arbeitet bereits an einem anderen Konzept. Gerade die Höhe machte Anja Vorspel von den Linken Bauchschmerzen, "hätte man zwei Stellplätze geopfert, bräuchte man die Höhe nicht", sagte sie auf das Fahrradhaus an der Himmelgeister-/Ecke Chlodwigstraße. Das sei aber nur 30 Zentimeter niedriger, meint die Verwaltung, also auch nicht die optimale Alternative.

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Wolfgang Müller von der CDU sah viele Vorteile: "Gerade für hochwertige und teure E-Bikes und Pedelecs", meinte er. Und für Dietmar Wolf von den Grünen ist das Häuschen an der Heresbachstraße erst ein Anfang, "da ist noch ganz viel Platz nach oben", meinte er, vor den Düsseldorf Arcaden zum Beispiel oder bei größeren Unternehmen.

(RP)