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Düsseldorf-Rheinalleetunnel: Nach tödlichem Unfall auf A - Lärmschutzwände werden nachgebessert

Nach tödlichem Unfall auf A3 : Stadt Düsseldorf bessert Lärmschutzwände im Rheinalleetunnel nach

Die Lärmschutzwände im Rheinalleetunnel in Düsseldorf werden gesichert. Die Wartung steht auch in Zusammenhang mit dem Unfalldrama auf der A3 nahe Köln vor zwei Wochen. Dort war eine Autofahrerin von einer Betonplatte erschlagen worden.

Bereits am Donnerstag (26. November) beginnt die Stadt Düsseldorf mit der Sicherung der Betonfertigteile. Zuerst wird stadtauswärts, anschließend in Fahrtrichtung Düsseldorf gearbeitet. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten wird deshalb während der Arbeiten jeweils die rechte Fahrspur gesperrt, in Fahrtrichtung Neuss von 6 bis 15 Uhr und stadteinwärts von 10 bis 19 Uhr.

Bis Mitte Dezember hofft die Stadt die Arbeiten abgeschlossen zu haben, die aufgrund der technischen Abläufe nicht auf die Wochenenden gelegt werden konnten. Die Kosten für die Sicherung betragen rund 50.000 Euro.

Hinsichtlich Baumaterial und Befestigungsart handelt es sich um eine ähnliche Konstruktionsart, wie sie an der Stelle des Unglücksfalles an der Lärmschutzwand an der A3 in Köln-Dellbrück verwendet wurden. Die oberen Verankerungen, deren Montage für den Unfall wohl ursächlich waren, seien am Rheinalleetunnel aber bereits vor einigen Jahren zusätzlich gesichert worden, heißt es von der Stadt. Am 13. November war eine Autofahrerin auf der A3 von einer umstürzenden Lärmschutzwand erschlagen worden.

Bei einer routinemäßigen Hauptprüfung des 51 Jahre alten Rheinalleetunnels sei eine Schädigung an der Aufstandsfläche der Betonfertigteile festgestellt worden, teilt das Amt für Verkehrsmanagement mit. Diese 1430 Platten sind jeweils 4,30 Meter hoch, 90 Zentimeter breit und zehn Zentimeter dick und werden aus brandschutztechnischen und optischen Gründen zur Verkleidung der Stahlspundwände des Tunnels montiert. Sie werden jetzt an der Unterseite mit einem zusätzlichen Betonverguss gegen ein mögliches Verrutschen gesichert.

Die Betonplatten stammen aus den 90er Jahren, sollten ohnehin erneuert werden. Dafür hätten die Planungen bereits begonnen, so die Stadt.  Die jetzige Sicherung der Betonteile wird dafür die nötige Stabilität geben, um Geld und Zeit für einen perspektivischen Austausch zu gewinnen, heißt es weiter. Offenbar will man nach dem tragischen Unglück auf der A3 auch kein Risiko eingehen und den turnusgemäßen Austausch abwarten.

(sg)