Düsseldorf-Bilk: Neue Nachmittagsbetreuung für Schulkinder stellt sich vor

Bullerbü in Bilk : Neue Nachmittagsbetreuung für Schulkinder stellt sich vor

Seit Sommer bietet der Verein „Radschläger Kids“ eine offene Betreuung auf dem Gelände des Zentralschulgartens an.

Mischa König und die achtjährige Assja verteilen kleine Glaspöttchen mit selbstgemachtem Bärlauchsalz an die Besucher. Mischa König ist Kräuterpädagogin, jeden Freitag freuen sich die Radschläger-Kids, wenn sie in die Nachmittagsbetreuung am Räuscherweg kommt, um mit den Kindern die Natur vor der Tür zu erkunden.

Am Samstag stellte der Verein „Radschläger Kids“ seine außerschulische Nachmittagsbetreuung bei einem Tag der offenen Tür vor. Seit Sommer 2019 werden in der Einrichtung am Räuscherweg angrenzend an den Zentralschulgarten Kinder im Grundschulalter nachmittags betreut. Assja ist von Anfang an dabei und kommt jeden Tag mit Begeisterung vorbei. Die Drittklässlerin sagt, „ich fange am liebsten mit ein paar Handstandübungen an“.

Das ist ganz im Sinne des Vereins, der sich für die Nachmittagsbetreuung Bewegung und Naturkunde auf die Fahnen geschrieben hat, wie der Vorsitzende, Sascha Grünewald, erklärt. Grundsätzlich sieht die Tagesstruktur aber vor, dass die Kinder von einem Fahrdienst an ihrer Grundschule abgeholt werden und es in der Einrichtung dann zunächst ein gemeinsames Mittagessen gibt. Dann ist Zeit für Hausaufgaben, und anschließend erwartet die Kinder eine Vielzahl von Kreativangeboten in und außerhalb der Einrichtung: Neben Mal- und Bastelangeboten nutzen Assja und ihre Freunde gerne die sportbildenden Angebote wie Radfahren auf der Cross-Strecke, Tischtennis und Ballspiele. Es sind zwei Mitarbeiter vorort, so können die Kinder zwischen den Angeboten wählen. Mit Kendrik, der die erste Klasse der gleichen Grundschule besucht wie Assja, tauscht sie sich beim Tag der offenen Tür aus. Sie erzählt ihm von den Vorzügen der offenen Nachmittagsbetreuung und erinnert sich dabei vor allem an die großzügige Erdbeerernte im vergangenen Sommer.

Die unmittelbare Nachbarschaft zum Zentralschulgarten mit seinem großen Outdoorangebot ist ein großes Glück, sagt Mischa König, die freitags mit den Kindern die Natur erkundet. Mit ihr haben Assja und die anderen Radschläger ein Biomischkulturbeet angelegt, unterirdisch kompostiert, und auch Kompostwürmer sind den Kindern kein Fremdwort mehr. Sie machen gemeinsam Feuer, und ab Frühjahr werden die Schafe auf dem Gelände wieder ein besonderes Highlight sein. „Nach einem Schultag ist Bewegung wichtig“, ist Mischa König überzeugt, „und für die Großstadt ist das ein wahres Bullerbü hier“.

Der Beitrag für die Betreuung beläuft sich auf 100 Euro monatlich zuzüglich Vereinsbeitrag und Verpflegungsgeld, Familien mit niedrigem Einkommen werden bezuschusst. Sascha Grünewald war am Ende des Tages mit der Resonanz zufrieden, hat sechs neue Anmeldungen erhalten. Es gibt noch einige freie Plätze.