Düsseldorf-Bilk Bilker Biber-Preis geht an die Christliche Hausgemeinschaft

"Eigentlich müsste der Scheck ja jetzt zweimal fotografiert werden", meinte Bezirksvorsteher Walter Schmidt augenzwinkernd bei der Preisverleihung des Bilker Bibers". Den vergibt die BV alljährlich an sozial engagierte Projekte. Diesmal war allerdings kein Wettbewerb ausgeschrieben, sondern das Preisgeld ging ausschließlich an einen Adressaten: die Christliche Hausgemeinschaft an der Kölner Straße (die RP berichtete).

Diese Hausgemeinschaft betreut seit Jahren Menschen aus der Drogen- und Prostitutionsszene, holt sie dort heraus, hilft ihnen beim Entzug sowie dabei, wieder ein geregeltes Leben zu führen. Die Gruppe gehört keiner Institution oder Kirche an. Eigentlich hätte das Preisgeld 7500 Euro betragen, so wie es auch auf dem obligatorischen übergroßen Scheck zu lesen war. Doch dann machte die BV einen klugen Schachzug und verdoppelte den Betrag um die selbe Summe, so dass die Christliche Hausgemeinschaft nun 15 000 Euro erhält. Der zweite Betrag entstammt dem BV-Topf Bauunterhaltungsmittel.

Der Zuschuss wurde in der nichtöffentlichen Sitzung beschlossen und macht durchaus Sinn: Denn das rund hundert Jahre alte Haus, in dem die Gemeinschaft wohnt und das ihr seit einigen Jahren gehört, ist sanierungsbedürftig. Aktuell muss es dringend nach den geltenden Feuerschutzbestimmungen nachgerüstet werden. Und da kommt das Geld der BV gerade recht. So war die Freude von Eva Essa groß, als sie den "erweiterten Scheck" für ihre Christliche Hausgemeinschaft entgegennehmen konnte.

(ch)
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