Tempo 80 : Lärmmessung an Münchener Straße

Anwohner sind sauer, weil Schall über den Schutzwall hinaus zu hören ist.

Für Jürgen Wilbert ist die Nachricht aus der Bezirksvertretung 3 ein kleiner Etappensieg, endlich hat jemand sein Problem erkannt. Schon seit Jahren ärgert sich der Bilker über den Lärm, der von der Münchener Straße über den Schutzwall  in die oberen Stockwerke seines Hauses an der Himmelgeister Straße dringt. Jetzt hat die Bezirksvertretung 3, die zuständig ist für den Stadtteil Bilk, für Lärmmessungen gestimmt. Die Grünen hatten für die letzte Sitzung einen Antrag formuliert, nach kurzer aber intensiver Diskussion entschieden die Stadtteilpolitiker, die Verwaltung zu beauftragen, den Lärm zu messen und Möglichkeiten der Geschwindigkeitsreduzierung besonders nachts in der Zeit von 22 bis 6 Uhr aufzuzeigen.

Mindestens entlang der parallel verlaufenden Himmelgeister Straße, so die Grünen, sollte geprüft werden, ob das Tempo von 100 auf 80 Stundenkilometer reduziert werden kann. „Denn Lärm macht krank“, sagt Dietmar Wolf. Schlechte Luft ebenfalls. „Eine Geschwindigkeitsreduzierung hat bei der großen Menge an durchfahrenden Kraftfahrzeugen neben der Senkung des   Lärms noch den Vorteil der Reduzierung von ausgestoßenen Schadstoffen des motorisierten Individualverkehrs“, begründen die Grünen ihren Antrag. Immer wieder hat es von Anwohnern Versuche gegeben, etwas zu verbessern.

Im  Sommer 2017 machte Jürgen Wilbert auf die Situation aufmerksam, zuletzt hatte eine Initiative Banner an den Fußgängerbrücken angebracht, die über Münchener Straße verlaufen. Darauf war ein Tempo 80 Schild zu sehen, daneben stand „Dies ist keine Rennstrecke! Den Anwohnern zuliebe.“ Lange hingen sie nicht, die Plakate, wirkungsvoll sind sie gewesen, zumindest wird sich der Ordnungs- und Verkehrsausschuss mit dem Thema beschäftigen müssen.