Stadtteilfest in Düsseldorf Bilk : Pfannkuchengesichter bei „Bilk ist auf der Rolle“

Das Stadtteilfest bot zwei Tage einen Mix aus Foodtrucks, Nachbarschafts-Networking, Kinderprogramm und Urlaubsfeeling.

Vor der XXL-Malwand herrscht ein reges Treiben. Kleine und auch größere Kinder haben sich zum Schutz vor Farblecken riesige weiße T-Shirts angezogen und sehen ein wenig wie kleine Gespenster aus. Voller Begeisterung bemalen die Kids die große Leinwand, auf der kaum noch Platz ist. „Mit so einem Ansturm haben wir gar nicht gerechnet“, sagt Diana Matheus von der Fivelive Agentur, die für die Bilker Arkaden auf dem Platz dabei ist. Die Ergebnisse der Malkünste würden später in dem Shopping-Center ausgestellt, erzählt Matheus.

Während die jungen Besucher sich mit Airbrush-Tattoos bemalen lassen, basteln oder im aufgeschütteten Sand buddeln, unterhält Lorenzo Sposato, bekannt durch „DSDS“ und „Das Supertalent“, die Erwachsenen vor der großen Bühne mit italienischen Songs. Unterstützt wird der Sänger von Loredana Bono, die bei „The Voice Kids“ auf sich aufmerksam machte. Musikalische Abwechslung bringen die vielen regionalen Künstler, die beim Musik-Contest „Stern für Bilk“ um den ersten Platz kämpfen.

Auch am anderen Ende des Festplatzes geht es musikalisch zu. Dort hat das Bilker Bürgerhaus einen großen Stand. Ein DJ spielt internationale Musik,  und einige Mädchen tanzen spontan zum ewigen Sommerhit „Macarena“. Helfer des Bürgerhauses schnippeln Obst und verteilen Obststäbchen. Auch Besucher sind eingeladen, mitzumachen, denn Partizipation ist schließlich das, was das Bürgerhaus ausmacht, wie Elizabeth Drews erklärt. „Das hier ist eine tolle Möglichkeit für uns, Präsenz zu zeigen und den Menschen zu erzählen, was wir machen. Wir wünschen uns, dass die Menschen ins Bürgerhaus kommen und das Leben im Stadtteil mitgestalten“, so Drews.

Viele, die den Stand von Timo Pitkämö verlassen, stehen vor einem kleinen Problem. Essen oder nicht essen? Denn der Künstler produziert aus Pfannkuchenteig Porträts der Besucher. „So was habe ich zum ersten Mal gesehen“, staunt Marina Pigka. „Ich hoffe, dass das Porträt eine Weile hält und nicht schimmelt.“ Sie hat sich entschieden, das Bild ihrer Tochter erst mal aufzubewahren. Zur Sicherheit macht sie aber lieber schon mal Fotos, falls das Kunstwerk versehentlich aufgegessen wird. „Ich finde es toll, bei so einer Veranstaltung neue Ideen zu finden. Die haben hier eine schöne außergewöhnliche Auswahl“, sagt Pigka.

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