Bilk: 37 Reihenhäuser sollen an Suitbertusstraße entstehen

Bauvorhaben : 37 Reihenhäuser sollen an der Suitbertusstraße entstehen

Die Grünen kritisieren das Projekt, weil sozialer Wohnraum fehlt. Sie appellieren an das soziale Gewissen des Investors.

Bilk ist eigentlich bekannt für seine dichte Bebauung entlang der Straßenzüge, hohe Häuser, viele Wohnungen, im Erdgeschoss gerne mal ein Ladenlokal. Baulücken gibt es nicht viele im Stadtteil, Hinterhöfe dafür umso mehr. Orte, die grün sind, die von Bewohnern oder Geschäftsleuten genutzt werden. Manchmal sind sie auch einfach Flächen, auf denen Autos geparkt werden. Inzwischen werden Hinterhöfe in Düsseldorf aber auch immer beliebter bei Investoren, vor allem in so dicht besiedelten Bezirken wie Bilk, weil Wohnraum knapp ist und immer mehr Menschen in den Stadtteil kommen.

An der Suitbertusstraße zwischen Aachener und Merkurstraße sollen, wenn es nach den Plänen der Verwaltung geht, jetzt 37 Einfamilienhäuser anstelle von drei Garagenhöfen entstehen. Fünf dreigeschossige und 25 zweigeschossige Reihenhäuser in fünf Blöcken, die Dachbegrünung haben und Balkone und kleine Gärten. Ein Spielplatz ist ebenfalls in den Animationen zu erkennen, außerdem ist eine Tiefgarage unter den Reihenhäusern angedacht.Über die Suitbertusstraße würde die Siedlung erschlossen. Die Bauvoranfrage soll in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung 3 vorgestellt werden, die am Dienstag, 18. September, um 17 Uhr im Stadtteilzentrum Bilk an der Bachstraße 145 zusammenkommt.

„Wohnraum ist knapp und wird dringend benötigt“, sagt Thorsten Graeßner von den Grünen im Stadtbezirk 3, der den Bau neuer Wohnungen prinzipiell immer unterstützt. Warum aber 37 Reihenhäuser geschaffen werden sollen, „erschließt sich uns nicht“, sagt Graeßner, „Andere Investoren haben es vorgemacht, wie man freiwillig im verdichteten Stadtbezirk 3 dringend benötigten sozialen Wohnungsbau realisieren kann.“ Damit meint Thorsten Graeßner die Wohnbauprojekte an der Martinstraße, auf dem Gelände Max Mothes an der Suitbertusstraße oder Otto Kuhmann am Fürstenwall. Dort seien Sozialwohnungen geplant worden, ohne dass das Handlungskonzept Wohnen der Stadt Düsseldorf angewendet worden sei, weil kein Bebauungsplan vorgelegen habe. „Warum ist das nicht auch hier möglich, wo genug Platz ist für verschiedene Wohnformen?“, fragt der Grünen-Politiker. 37 Reihenhäuser in einem Innenhof in Bilk zu planen, halten er und seine Parteikollegen für nicht mehr zeitgemäß.

„Wir appellieren an das soziale Gewissen der Investorin und fordern sie auf, noch einmal in sich zu gehen und die Planungen anzupassen, sodass auch öffentlich geförderter Wohnraum in größerer Anzahl geschaffen werden kann“, sagt Graeßner.

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