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Düsseldorf-Bilk: Ärger um Schutzgitter für historische Brücken

Düsseldorf-Bilk : Ärger um Schutzgitter für historische Brücken

Die Stadt Düsseldorf hat an den historischen Brücken in Bilk Schutzgitter angebracht, weil der Abstand zwischen den Streben zu groß ist. Die Anwohner finden die Gitter hässlich und sind verärgert. 65 weitere Brücken sollen folgen.

Doch seit Kurzem ist Meyer jeden Tag aufs Neue verärgert: Denn die Stadt hat damit begonnen, die alten Brücken vor Ort mit einem Schutzgitter auszustatten. "Damit verschandelt die Stadt doch die Wahrzeichen dieser Stadt", meint die 26-Jährige. "Düsseldorf-Touristen kommen zur Karolingerstraße, um hier Fotos von der Düssel mit ihren Brücken zu machen. Das können sie sich in Zukunft sparen", sagt der promovierte Historiker Ingo Schiweck.

Auf RP-Anfrage sagt ein Stadtsprecher, dass die Geländer aus Sicherheitsgründen mit den Gittern versehen mussten. Der Platz zwischen den Streben dürfe laut Verordnung nicht größer als zwölf Zentimeter sein, da sonst ein Sicherheitsrisiko bestehe. An der Karolingerstraße könnten etwa Kinder in die Düssel stürzen. Dass die Gitter alles andere als schön anzusehen seien, wisse man bei der Stadt.

Im nächsten Zug weitet die Stadt die Arbeit sogar aus. "Weitere 65 Brücken werden nachgerüstet", so ein Stadtsprecher. Die Vergitterung der Bilker Düssel-Brücken kostet 42.000 Euro, die der anderen Brücken 145.000 Euro.

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Ingo Schiweck hat dafür wenig Verständnis: "Die Stadt lässt für viel Geld Gitter in jede Öffnung der ursprünglichen Geländer montieren, die wie Fußabtretergitter wirken. Dazu werden die alten Geländer und der Naturstein angebohrt." Dadurch ändere sich nicht nur das Aussehen der Brücken: "Sie werden auch deutlich beschädigt."

(semi)