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Düsseldorf: 121 neue Bäume bis zum Frühjahr

Düsseldorf : 121 neue Bäume bis zum Frühjahr

Alleine im Volksgarten und Südpark zerstörte der Sturm Ela 150 Bäume. Gartenamtsleiterin Doris Törkel hat jetzt die Pläne zur Wiederaufforstung im Stadtbezirk 3 vorgestellt. Gestern wurde bereits der erste Baum im Volksgarten gepflanzt.

Als Orkan Ela mit brachialer Gewalt über Düsseldorf hinweg fegte, verwüstete er auch im Stadtbezirk 3 viele beliebte Parkanlagen. 121 Bäume zerstörte Ela alleine im Volksgarten und Südpark, mehr als 100 in unter Denkmal stehenden Parkanlagen wie dem Ständehauspark und dem Alten Bilker Bahnhof. Auch auf den Friedhöfen waren die Schäden verheerend: 68 Bäume wurden zerstört, hunderte müssen besonders gepflegt werden. Auch an den Straßen im Bezirk 3 stürzten viele Bäume um oder mussten aus Sicherheitsmaßnahmen von Mitarbeitern des Gartenamts oder beauftragten Firmen gefällt werden - bis jetzt 353.

Diese Zahlen stellte die Düsseldorfer Gartenamtsleiterin Doris Törkel jetzt beim Bürgerforum im Bürgerhaus Bilk vor. Zweimal im Jahr lädt die für die Stadtteile Bilk, Ober- und Unterbilk, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Flehe und Volmerswerth zuständige Bezirksvertretung Bürger zum Dialog über ein wichtiges Thema ein. Ziel ist es, sie umfassend über wichtige Entwicklungen oder Fragen zu informieren und sich auszutauschen. Das Bürgerforum am Dienstagabend stand unter dem Thema "Bäume und Grün im Stadtbezirk nach dem Pfingststurm".

Doch Doris Törkel zog nicht nur eine Bilanz, sondern stellte auch die Ideen und Pläne für die Wiederaufforstung im Stadtbezirk 3 vor. So kündigte sie zum Beispiel an, dass bis zum kommenden Frühjahr 121 Straßenbäume gepflanzt werden sollen. Mit der Spende der Bezirksvertretung 3 in Höhe von 8000 Euro wolle man die Schadensbeseitigung auf dem Alten Bilker Friedhof vorantreiben - 30 Bäume waren dort von Ela zerstört worden. Zudem könnten mit der finanziellen Unterstützung vier bis Bäume gepflanzt werden, sagte die Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamts.

Die Wiederherstellung des Ständehausparks sei deutlich schwieriger: Da die Anlage unter Denkmalschutz steht, müsse der ursprüngliche Zustand erst einmal rekonstruiert und in einer Karte notiert werden. Ein so genanntes Parkpflegewerk - ein Mittel zur Analyse, Dokumentation, zur denkmalgerechten Pflege, zur Erhaltung und Restaurierung - müsse dafür erstellt werden. Auch für den Ständehauspark liege eine Großspende vor, sagte Doris Törkel, die belaufe sich auf 10 000 Euro. Insgesamt sind bis jetzt für ganz Düsseldorf Spenden für die Wiederaufforstung in Höhe von 1,1 Millionen Euro eingegangen.

Viele Bürger, die zum Informations- und Austauschabend gekommen waren, befragten die Gartenamtsleiterin gerade zu kleineren Projekten. So fragte eine Bürgerin aus Hamm, warum mehrere Bäume ohne Vorankündigung auf dem Marktplatz gefällt worden waren - zumal auch keine Schädigungen zu sehen gewesen seien. Törkel versicherte, dass die Bäume nicht gesund waren und aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten. Sie entschuldigte sich aber dafür, dass die Bürger in Hamm nicht im Vorfeld über die Fällung informiert worden waren. Das sei der Fülle an aktuellen Maßnahmen zuzuschreiben. Ihr Amt werde die Kommunikation aber verbessern. Und die Gartenamtsleiterin machte noch ein Versprechen: Bis Weihnachten, spätestens aber bis Januar würde der Marktplatz in Hamm neue Bäume bekommen.

(RP)