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Stadtmitte: Bildhauer baut Skulptur mit Wasser und Eisen

Stadtmitte : Bildhauer baut Skulptur mit Wasser und Eisen

Unter dem Titel "Doch! Genau jetzt!" zeigt der Düsseldorfer Bildhauer Carl Hager ab Samstag in der Galerie plan.d. gemeinsam mit seinem Künstlerkollegen Hans Hoge aktuelle Skulpturen und Plastiken.

Ruhig ist es in dem Atelier von Carl Hager. Obwohl der Künstler seine Arbeitsräume gleich neben dem Hauptbahnhof an der Worringer Straße hat, ist nichts vom Lärm der Straße zu hören. Nur eines durchbricht die Stille: das stete Tropfen von Wasser in einer Ecke des Raumes. Dort steht eine von Hagers Skulpturen, die er ab Samstag unter dem Titel "Doch! Genau jetzt!" gemeinsam mit seinem Künstlerkollegen Hans Hoge in der Galerie plan.d. zeigt. "Wasserbombe trifft auf Auto" lautet der Name der Skulptur, die ein wenig wie ein Brunnen anmutet.

"Es gibt bei mir immer zwei Themen. Entweder beschäftige ich mich mit Gips oder mit Wasser", sagt Carl Hager, der 1999 Meisterschüler der Düsseldorfer Kunstakademie war. Mit dem Wasser wolle er Kreisläufe und Vorgänge beschreiben, so auch mit der Arbeit "Wasserbombe trifft auf Auto", die eben genau jene Szene darstellt. "Bevor ich damit anfange, die Figur zu bauen, sitze ich lange am Schreibtisch und zeichne", sagt Hager. Kein Wunder, schließlich kommt der heutige Bildhauer auch ursprünglich aus der Malerei, besuchte die Malerklasse an der Kunstakademie. "Das reichte mir aber nicht. Für mich geht die Bildhauerei noch ein Stück weiter und sie ist körperlicher, man erschafft wirklich etwas", sagt der 48-Jährige.

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Um das Erschaffen neuer Realitäten geht es auch bei Hagers Gipskunst. "Ich mag es, Dinge, die in der Wirklichkeit weit auseinanderliegen, zusammenzubringen." Gleichzeitig stellt sich Hager die Geschichten der nichtlebendigen Gegenstände, die er abbildet, vor wie bei seiner Statue "Autuch". "Der Name ist ein Wortspiel, weil ich den Moment zeige, in dem ein neues Auto unter einem Tuch enthüllt wird", sagt Hager. In seiner Vorstellung möchte das Auto gar kein Auto mehr sein und versteckt sich deshalb weiter unter dem Tuch.

Während sich Hager bei seinen Kunstwerken auf Wasser und Gips beschränkt, sind die Plastiken seines Kollegen Hans Hoge etwas üppiger: Er nutzt viele Materialien, LED-Leuchten, Metalle, Plastik und Fundstücke aus dem Alltag. Und manches Kunstwerk erscheint dabei sogar lebendig, wenn zum Beispiel Plastiktüten über Ventilatoren gezogen werden, die sich dann immer wieder mit Luft aufblähen.

Eines ist den beiden Künstlern jedoch gemeinsam: die Aussage ihrer jetzigen Werkschau "Doch! Genau jetzt!". "Wir zeigen, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um sich mit Kunst zu beschäftigen und Kunst zu machen", sagt Hager. Die Ausstellung sei ein Diskurs über die Kunst selbst.

Wer sich diesem Diskurs stellen will, kann dies bis zum 24. November tun. So lange ist die Ausstellung der Bildhauer in der Galerie plan.d. in Flingern zu sehen. Gleichzeitig zeigt dort die Saarbrücker Künstlerin Natalie Brück Videoinstallationen im Kellerraum.

(RP)