Unterrath: "Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin!"

Unterrath : "Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin!"

Nach dem Einzug ins Finale um den Deutschen Rollhockeypokal, den sich die Spielerinnen des TuS Nord mit einem völlig verdienten 7:3-Sieg beim Erzrivalen RSC Cronenberg sicherten, riefen die mitgereisten Anhänger aus Düsseldorf sogar: "Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!"

Nach dem Einzug ins Finale um den Deutschen Rollhockeypokal, den sich die Spielerinnen des TuS Nord mit einem völlig verdienten 7:3-Sieg beim Erzrivalen RSC Cronenberg sicherten, riefen die mitgereisten Anhänger aus Düsseldorf sogar: "Berlin, Berlin — wir fahren nach Berlin!"

Nun, nach Berlin geht es für die Mannschaft von Trainerin Nicole Paczia nicht, wenn am 26. Mai die erste Finalbegegnung (der Pokalgewinner wird in Hin- und Rückspiel ausgetragen) ansteht. Stattdessen reisen die Spielerinnen um Mannschaftführerin Ricarda Schulz zum Top-Favoriten Iserlohn. Ob es da für die Düsseldorferinnen wirklich etwas zu gewinnen gibt, interessierte nach dem Triumph in der Alfred-Henkels-Halle in Wuppertal noch niemanden. Die Rollhockey-Spielerinnen aus Unterrath freuten sch erst einmal über ihren Sieg gegen den RSC, gegen den man in der Vergangenheit häufig den Kürzeren gezogen hatte. Dieser Sieg ging auch völlig in Ordnung. Beide Teams mussten auf mehrere ihrer Stammkräfte verzichten, aber gerade bei den Gästen sprangen dafür andere Spielerinnen in die Bresche.

So zeigte Torfrau Marah Rybarczyk, dass sie längst viel mehr als nur Ersatz für die im Ausland weilende etatmäßige Torsteherin Maren van der Fels ist. Nicht nur, dass sie zwei Strafschläge der Wuppertalerinnen abwehrte, sie zeigte auch ihre stark verbesserten Fähigkeiten auf der Torlinie. Auch die stoische Ruhe, mit der sie fast alle Torschüsse der Gastgeberinnen abwehrte, war ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Zur wirklichen Spielführerin hat sich Ricarda Schulz entwickelt. Schlitzohrig war sie als Vorbereiterin an mehreren Toren beteiligt und trug sich dreimal selbst in die Torschützenliste ein. Vorbildlich ihre Aktion zum sechsten Tor des TuS Nord. Zwei Minuten war der TuS in Unterzahl gewesen, und Schulz war gerade von der Bank auf das Spielfeld gesprungen. Sie angelte sich den Ball und lief mit kraftvollem Antritt auf das Cronenberger Tor zu. Ihr Schlagschuss prallte von der Querlatte ab, und die mitgelaufene Celina Baltes setzte den Ball ins Netz.

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Auch Baltes, gerade erst einmal der U17 entwachsen, ist ein gutes Beispiel, dass bei den Rollhockey-Damen aus dem Norden Düsseldorfs wieder eine erfolgreiche Mannschaft entstanden ist. Baltes, beileibe nicht die Jüngste im Team, hatte zuvor auch schon mit einem schönen Diagonalschuss zum 5:1 getroffen.

Nicole Paczia, im ersten Jahr Trainerin bei den Unterratherinnen, wollte dann nach dem Abpfiff keine ihrer Spielerinnen besonders herausstellen und lobte die Leistung ihres gesamten Kaders. Sie hatte sich nämlich auch nicht nehmen lassen, wenige Minuten vor dem Abpfiff auch ihren Ersatzspielerinnen Spielzeit zu geben. "Alle haben gegen den amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger gewonnen. Wir haben gezeigt, dass wir auch aus den hohen Niederlagen im Europapokal gegen OS Lobinhos aus Portugal Positives mitnehmen konnten".

TuS Nord: Rybarczyk — Kulla-Fischer, Felder (1), Baltes (2), Mikosch, Delgado (1), Schulz (3), Hansel. Tore: 0:1 Jenny Delgado (1.), 0:2 Lena Felder (15.), 0:3 RicardaSchulz (19.), 1:3 Lea Reinert (22.), 1:4 Ricarda Schulz (25.), 1:5 Celina Baltes (29.), 2:5 Girla Behnke (29., 2:6 Celina Baltes (37.), 3:6 Danela Stoll (46.), 3:7 Ricarda Schulz (48.).

(RP)
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