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Benrath: Wohnzimmerlesung mit René le Riche

Benrath : Wohnzimmerlesung mit René le Riche

Trinken während der Lesung - das war ein gefährliches Unterfangen. Schließlich mussten die Zuhörer jede Sekunde damit rechnen, wieder in unkontrollierbares, schallendes Gelächter auszubrechen.

Bei der Lesung von WDR-Moderator und Autor René le Riche am Samstag blieb kein Auge trocken. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Benrath liest" trug er zum ersten Mal überhaupt seine Kolumnen öffentlich vor. Organisatorin Renate Rönnau von der Aktionsgemeinschaft Benrath war froh, dass sie le Riche von einer Lesung überzeugen konnte. Der Zufall half dabei: "Er ist mit meiner Tochter zur Schule gegangen", verriet sie.

Zwischen 19. und 25. gab es jeden Tag eine Lesung in Benrath. Den Auftakt zu "Benrath liest" machte Lea Singer in der Stadtbücherei, es folgten unter anderem Rechtsanwalt Wolfgang Kaiser, der in seiner eigenen Kanzlei aus seinem Buch las und eine Krimi-Lesung in der Polizeiinspektion Süd.

René le Riche trug seine Texte am Samstag an einem ganz besonderen Ort vor: im Wohnzimmer von Ralf und Ulrike Schröder. Etwa 25 Zuhörer tummelten sich auf dem großen Sofa und den zusätzlich aufgestellten Stühlen. Der außergewöhnliche Rahmen sorgte schnell für eine lockere Stimmung. Le Riche, ehemaliger Moderator des Rosenmontagszuges, plauderte über die Eigenheiten des Düsseldorfer Karnevals ebenso wie über seine Erfahrung, sich die Nasenhaare entfernen zu lassen oder das passende Weihnachtsgeschenk für seine Frau zu finden. Dazu versah er die Texte mit Fotos, Videos und Anekdoten. So wunderte er sich darüber, wie viele WDR-Zuschauer sich beschwerten, als er kurzzeitig einen Bart trug. "Das war aber auch nicht schön", bestätigte prompt eine Frau aus dem Publikum. Und auch die Feststellung, dass Petersilie im Supermarkt mehr als 50 Euro pro Kilo kostet, sorgte für Diskussionsstoff. Dass es bei der geplanten Stunde Lesezeit nicht bleiben würde, war schnell klar. Stattdessen dauerte die Veranstaltung fast drei Stunden.

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Kein Problem, schließlich hatten die Gastgeber für Speisen und Getränke als Stärkung in den Pausen gesorgt. Le Riche war von seiner ersten Lesung positiv überrascht: "Wenn das immer so laufen würde, könnte ich das öfter machen. Das macht echt Spaß." Bei den Schröders wäre er auf jeden Fall herzlich willkommen.

(arm)