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Wegen der Schließung der Eissporthalle fürchten Devils um die Zukunft

BENRATH : Devils fürchten um ihre Zukunft

Wenn die Eissporthalle schließt, fehlt den Eishockeyspielerinnen ihr Trainingsplatz. Eine monatelange Hängepartie, bevor es eine neue Halle gibt, würde die Mannschaft nachhaltig schwächen.

20 Jahre DEC Düsseldorfer Devils, 20 Jahre Fraueneishockey in Benrath – doch trotz Jubiläumsstimmung blickt der Eishockeyverein keineswegs in eine rosige Zukunft. Im Gegenteil! Die Zukunft der Devils nämlich ist abhängig vom Bestand ihrer Spielstätte, der Benrather Sparkassen-Eissporthalle in der Paulsmühle. Seit längerem schon ist bekannt, dass die Eishalle einerseits sanierungsbedürftig ist und anderseits die Mittel zur Erhaltung der Halle, die der Stadt Düsseldorf einst von der Stadtsparkasse anlässlich ihres 150. Geburtstags geschenkt und von derzeit noch von einer Stiftung unterhalten wird, deren Kapital aber inzwischen aufgebraucht ist. Wie also geht es weiter mit Eishockeysport und Eislaufspaß?

„Ich weiß leider auch nur das, was bislang in der Zeitung darüber berichtet worden ist“, erklärt die Devils-Vorsitzende Caroline Becker. Über die Notwendigkeit, Bürgern aus dem Düsseldorfer Süden und Umgebung über das Ende der aktuellen Eislauf-Saison im März 2019 hinaus das beliebte, frostige Sportvergnügen zu ermöglichen, sind sich die Politiker längst einig. „Der Süden wird eine eigene Halle behalten“, hat Stadtdirektor und Sportdezernent Burkhard Hintzsche versprochen. Der Bau einer neuen Eishalle auf einem Areal an der Kappeler Straße ist in der Diskussion.

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Für die Devils sind diese Bau-Träume keine gute Lösung. „Was passiert in dem Zeitraum zwischen Hallenschließung in Benrath und Einzug in einen Neubau?“, lautet die bange Frage. Eine mehrmonatige Spielpause würde der Verein nicht verkraften, behauptet Becker. „Die Leistungsträgerinnen in unserem Kader würden zu Konkurrenzclubs wechseln“, befürchtet sie. Und – wer könnte den Spielerinnen diese Entscheidung verdenken?

Folglich begleitet Ungewissheit die Devils-Akteurinnen zum Start in ihre neue Landesliga-Saison, die für die Düsseldorferinnen mit einem Auswärtsspiel am 14. Oktober beim amtierenden Titelträger und erneutem Titelfavoriten Kölner Haie Ib beginnt. „Köln konnte trotz Titelgewinns nicht aufsteigen, weil die erste Frauenmannschaft der Haie ihr Aufstiegsrecht in die Bundesliga nicht wahrgenommen hat und in der zweiten Liga Nord verblieben ist“, erklärt Becker den vertrackten Zusammenhang.

Trainer Josef Pütz steht für die möglicherweise letzte Devils-Saison ein unveränderter Kader zur Verfügung. Externe Zugänge werden nicht vermeldet. Aus dem eigenen Nachwuchs hat die 18-jährige Hannah Mühleis bereits im Laufe der Vorsaison den Sprung ins Frauenteam geschafft. Mit Jessica Kosman könnte sich ein weiteres Jungtalent empfehlen.

Platz eins bis drei – so lautet das ehrgeizige Saisonziel. Um dies zu erreichen, müssen vor allem die bewährten Kräfte ihr Leistungspotenzial abrufen. Im Tor hat sich Jennifer Bimmermann als echte Verstärkung erwiesen und ist bereits gewünschte Entlastung für Petra Hommertgen.

Defensiv soll Stefanie Pütz die Stütze sein. Offensiv vertrauen die Devils besonders auf Torjägerin Charline Müller sowie Annika Silz, die im Januar aus Solingen zu den Devils zurückwechselte, und Laura Herrdum. Das erste Heimspiel der Devils ist am 29. Oktober gegen TSVE Bielefeld in der Benrather Eissporthalle.