Vorbereitung für das Benrather Lichterfest 2019

Schloss Benrath : Im Endspurt für das Lichterfest

Yvonne Bonn ist bei der Stiftung Schloss und Park Benrath das ganze Jahr über damit beschäftigt, das spektakuläre Freiluftkonzert zu organisieren. Dieses Jahr soll das Schloss auch von innen erleuchtet sein.

Wenn am Samstag, 13. Juli, im Schlosspark Benrath zehntausend Besucher zum Lichterfest in den Schlosspark Benrath strömen, dann hat Yvonne Bonn keine ruhige Minute. Sie schaut, ob all das, was sie mit dem Team der Stiftung geplant hat, funktioniert. Und sie denkt auch schon daran, was man im nächsten Jahr besser machen kann. „Nach dem Lichterfest ist vor dem Lichterfest“, sagt die 31-jährige ausgebildete Musikerin. Vor drei Jahren ist sie als Mitarbeiterin zu der Stiftung Schloss und Park Benrath gekommen, um das kulturelle Highlight zu organisieren.

Von Jahr zu Jahr verändert Bonn immer wieder Details. Dieses Mal wird beispielsweise die Bestuhlung versetzt angeordnet, um die Sicht auf das Orchester weiter zu verbessern. Dazu werden die Wasserspiele am Spiegelweiher noch um eine horizontale Achse ergänzt, die erste Etage des Schlosses von innen beleuchtet. Und während früher die Plätze auf der Südterrasse für Empfänge reserviert waren, wird dieser Bereich nun erstmals öffentlich für ein exklusives Angebot genutzt. Zum besonderen Service gehört beispielsweise ein gepackter Picknick-Korb.

Zur Organisation des Lichterfests gehört eine Fülle von Tätigkeiten. „Das ist eine tolle Spannbreite“, sagt Bonn. Allein die Terminkoordination mit den vielbeschäftigten Düsseldorfer Symphonikern ist eine knifflige Angelegenheit. Bonn sucht auch das musikalische Programm aus. Genauso ist sie aber zuständig für viele praktische Fragen, wie den Aufbau von Bühne, Bestuhlung, Schildern und Zäunen bis hin zum Catering.

Am spannendsten findet Bonn die Woche vor dem Event. „Da passiert noch einmal ganz viel.“ Der beste Moment sei aber schon, wenn das Feuerwerk-Stück erklingt, jedes Mal eine Überraschung für die 10.000 Besucher. „Manche stehen auf und fangen an zu tanzen. Hochzeitsanträge gibt es dann auch immer wieder.“ Und schließlich, wenn danach der Applaus erklingt, sagt Bonn, das sei das „Non-Plus-Ultra“, eben auch der Zeitpunkt, zu dem klar ist, es ist geschafft.

Bei ihrem beruflichen Werdegang sei viel Glück dabei gewesen, sagt Bonn. Als Studentin habe sie in der Tonhalle nach einem Praktikum gefragt und bekam stattdessen einen Job im Büro. Die Arbeit wurde dort immer intensiver, sie wuchs nach und nach in viele Aufgaben rein. „Als Musiker ist es gut, ein zweites Standbein zu haben“, dachte sie damals.

Dann machte ihr die Arbeit so viel Spaß, dass die Organisation zum Hauptberuf wurde. Drei Jahre lang arbeitete sie als künstlerische Leiterin für das Schumannfest, bevor sie nach Benrath wechselte. Bonn, die in Urdenbach aufgewachsen ist, hätte nie gedacht, dass eines Tages ihr Arbeitsplatz im Schloss liegen würde. „Das ist eine ganz tolle Umgebung“, schwärmt sie. Diese auch zu genießen, dazu kommt sie allerdings nur selten. „In der Zeit war ich vielleicht drei Mal in der Mittagspause mit einer Kollegin im Park spazieren. Das muss ich doch mal öfter machen.“