Benrath: VfL verschenkt Punkte im Abstiegskampf

Benrath : VfL verschenkt Punkte im Abstiegskampf

Nach dem 2:2 im Auftaktspiel zum Rückrundenrestprogramm beim VfL Jüchen-Garzweiler wird es für die Landesligakicker vom VfL Benrath richtig eng im Kampf um den Klassenerhalt. "Es war mehr drin als ein Unentschieden", sagte Trainer Frank Stoffels verärgert nach dem Schlusspfiff.

Erneut waren es leichtfertige Abwehrpatzer, die dem Gegner einen unnötigen Vorsprung durch Robin Felshauer (7.) und Thorben Schmitt (33.) bescherten. Das Positive: Durch die Treffer von Yannick Krohn (52.) und den für Paul Hoffmeister eingewechselten Sascha Willms erzwangen die spielerisch überlegenen Gäste in der Schlussminute noch den Ausgleich.

Für Torjäger Willms, der zuletzt eine Torflaute zu überstehen hatte und aufgrund von Verletzungen nicht mehr kontinuierlich zum Einsatz gekommen war, könnte dieses Last-Minute-Tor eine Initialzündung sein und dem mit bislang zwölf Treffern auf Rang sieben in der Landesliga-Torschützenliste postierten Angreifer die bewährte Treffsicherheit zurückbringen.

Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Schlossstädter in Jüchen wichtige Punkte haben liegen lassen. Mit einem Dreier hätte das Stoffels-Team den Relegationsrang verlassen und zur besser platzierten Konkurrenz aufschließen können.

Zugleich hätte man mit einem Auswärtserfolg den Tabellennachbarn FC Viersen auf Distanz gehalten, der nach einen 3:0-Heimerfolg gegen SpVgg. Odenkirchen mit dem VfL nach Punkten gleichgezogen hat. Da selbst die Tordifferenz (-10) gleich ist, behauptete der VfL nur aufgrund der höheren Anzahl von erzielten Treffern den Relegationsrang und ist nicht auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht.

Das bevorstehende Aufeinandertreffen der Kellerkinder am Sonntag, 12. März, im Stadion an der Karl-Hohmann-Straße ist als vorentscheidendes Finale im Kampf gegen den Abstieg zu sehen. Benraths verletzter Spielführer Swan Oehme, für den die Saison nach einem Schienbeinbruch gelaufen ist, hatte den Schlossstädtern aus der Ferne die Daumen gedrückt. "Nach meiner OP war mir die Belastung für eine Fahrt nach Jüchen einfach zu groß", erklärte er. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt hat Oehme noch nicht aufgegeben und angekündigt, dem Heimspiel gegen Viersen auf jeden Fall beiwohnen zu wollen - als Maskottchen auf Krücken.

(RP)
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