Benrath: Tango tanzen auf dem Benrather Marktplatz

Benrath : Tango tanzen auf dem Benrather Marktplatz

So mancher Besucher, der am Wochenende Benrath einen Besuch abstattet, mag glauben, dass es sich bei dem großen freien Platz im Zentrum um eine Parkfläche handelt. Der vor einigen Wochen in die Erde eingelassene Poller an der Platz-Einfahrt von der Sistenichstraße, der oft gar nicht hochgefahren ist, hat nicht wirklich vieles verbessert. Auch am Sonntag war die Fläche wieder vollgeparkt. An die 30 Fahrzeuge hat Bezirksvertretungsmitglied Richard F. Wagner (Grüne) gezählt.

Und dabei war der Platz für den Sonntagnachmittag von der Initiative "Open Air Tango" beim Ordnungsamt reserviert worden. Seit 14 Jahren laden Ute und Dieter Frank Tangobegeisterte zum Tanzen auf besonderen Plätzen ein, unter anderem am Rheinufer. Wegen des Marathons wanderte das Ehepaar nach Benrath aus. Vermittelt hat das Karin Fuchs von der Benrather Marktinitiative: "Ich habe früher mal selber Tango getanzt und kenne daher die Franks." Da sie weiß, dass das Paar immer auf der Suche nach neuen Tanzorten ist, hat sie ihnen Benrath schmackhaft gemacht - mit Erfolg.

"Es hat uns sehr gut auf dem Marktplatz gefallen", sagen Ute und Dieter Frank unisono. Sie können sich gut vorstellen, dass der Premiere weitere Aktionen folgen. "Vielleicht sogar an einem lauen Sommerabend", sagt Ute Frank. Weil das Tanzvergnügen allerdings vom Wetter abhängig ist, will sie sich nicht auf einen Termin festnageln lassen. Wer sicher sein will, dass er diesen erfährt, kann sich unter der Mail-Adresse "info@openairtango-duesseldorf.de" in den Newsletter einschreiben lassen.

Eine stattliche Zahl war Sonntag nach Benrath gekommen. Wie auch Axel Küppers mit seinem Kaffeemobil, der die Tänzer mit Getränken versorgt hat. "Es war eine tolle Atmosphäre" erzählt Fuchs, die sich seit 2015 für die Belebung des Platzes einsetzt. Um so mehr ärgert es sie, dass dieser an den Wochenenden immer als Parkplatz zweckentfremdet wird. "Das Problem am Sonntag war, dass ein Fahrzeug über dem Stromanschluss für das Kaffeemobil abgestellt war", berichtet Fuchs. In einer Gastronomie wurde der Fahrer gefunden, der das Auto wegfuhr. Was die Sprecherin der Marktinitiative aber besonders ärgert, ist dass die Verkehrsüberwachung der Stadt erst im zweiten Anlauf Knöllchen schrieb. In der Juni-Sitzung der Bezirksvertretung 9 will Wagner über dieses Thema noch einmal diskutieren lassen.

(rö)