Straßenumbau: Konecranes soll 3,3 Millionen zahlen

Benrath : Straßenumbau: Firma Konecranes soll 3,3 Millionen zahlen

Wenn der Gleisausbau für den Schnellzug RRX kommt, kann der Benrather Kranhersteller seine Waren nicht mehr über die Überführung Bamberger Straße zum Reisholzer Hafen transportieren.

Da die Zeit drängt, soll der Stadtrat noch in diesem Jahr einen so genannten Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss fassen. Dabei geht es um die Tieferlegung der Bamberger Straße in Benrath. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf rund 7,4 Millionen Euro. Die Stadt geht davon aus, dass sie 3,3 Millionen Euro von der Firma Konecranes (frühere Demag und Terex) finanziert bekommt. Denn die benötigt den Umbau der Straße dringend.

Jede Woche verlässt ein Schwertransport mit Maschinenbauteilen das Werk an der Forststraße und macht sich auf den Weg in den Reisholzer Hafen. Weil die Fahrzeuge aber nicht unter der Eisenbahnunterführung durchkommen, wird der oberirdische Weg genommen. Für die Überfahrt muss die Fahrleitung der Bahn abgeschaltet und auf eine Höhe von rund acht Metern angehoben werden, damit der Transport drunterherkommt. Das passiert derzeit alles nachts. Doch wenn die Gleisanlagen rund um Benrath für den Schnellzug RRX um- und ausgebaut werden, funktioniert das so nicht mehr.

Deshalb verhandeln Stadt und Unternehmen bereits seit einiger Zeit über eine Tieferlegung der unter der Eisenbahnüberführung herlaufenden Bamberger Straße auf einer Länge von 78 Metern. Rad- und Gehwege erhalten eine sparate, höher liegende Spur, deren Verlauf sich nach Angaben der Verwaltung an der heutigen Fahrbahn orientiert.

Die Stadt und das Unternehmen Konecranes haben sich Ende August in einem Vertragsentwurf darauf geeinigt, dass die Firma sich mit 3,3 Millionen Euro beteiligt. Die Zahlung soll in zwei Tranchen erfolgen. Die erste soll relativ schnell bezahlt werden, die zweite in Höhe von 1,2 Millionen Euro in einem Zeitraum von 15 Jahren.

Der Baubeginn ist für den Oktober 2019 geplant, die Bauzeit soll etwa 15 Monate dauern. Fertigstellung ist laut Vorlage für den 21. Dezember 2020 vorgesehen. Als erstes Gremium befasst sich am 7. November der Ordnungs- und Verkehrsausschuss mit der Vorlage; der Rat soll am 13. Dezember entscheiden.

(rö)
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