Benrath: Statt Strauss Gastronomie mit Terrasse

Benrath : Statt Strauss Gastronomie mit Terrasse

Auf keinen Fall Leerstand, das ist der Wunsch von Händlern, Stadtteilpolitikern und Bürgern, wenn es um die Strauss-Nachfolge in Benrath geht. Mehrere Restaurants in einem könnten auch den Markt beleben.

Keine Frage, das Haus, in dem bis Ende Februar Strauss untergebracht war, zählt zu den Filetstückchen in Benrath. 1a-Lage, und das Ganze in einem altehrwürdigen Gebäude direkt zwischen Markt und Hauptstraße. Die Fläche allerdings ist mit ihren rund 600 Quadratmetern für den einen Teil von potenziellen Mietern zu groß, für die typischen Filialisten allerdings zu klein. Und zudem hat es seinen Preis. Man munkelt von 15.000 Euro Monatsmiete - Kaltmiete.

Seit drei Wochen steht das Gebäude nun leer und Passanten, Stadtteilpolitiker und Einzelhändler fragen sich immer wieder: "Was kommt nach Strauss?" Auf dem Markt ist die Nachfolge täglich ein Thema. "Bloß keinen Leerstand", heißt es. Und noch immer hält sich das Gerücht, dass dort ein KiK-Markt einziehen soll. Dabei hat das Unternehmen dieses gegenüber unserer Redaktion schon vor zwei Wochen dementiert.

Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf hat versucht, Kontakt zum Vermieter aufzunehmen. Über einen ungewöhnlichen Weg, da er ihn namentlich nicht kennt: "Ich habe meine Visitenkarte mit einer Rückrufbitte an den Eigentümer an den Strauss-Geschäftsführer gegeben, der wollte sie über den Hausmeister an diesen versuchen weiterleiten zu lassen." Doch gemeldet habe sich bei niemandem.

Die Vorstellungen für eine Nachfolge sind unterschiedlich. Durchaus denkbar wäre ein so genannten Food-Court. Sprich, mehrere Gastronomen teilen sich die große Ladenfläche und könnten im Sommer sogar Außengastronomie betreiben. Eine Idee, die auch bei dem einen oder anderen Marktbeschicker gut ankommt, zumal das Ganze auch den Markt wieder ein wenig beleben könnte.

Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Udo Skalnik (SPD), ein Verfechter für die Attraktivierung des Marktplatzes, könnte sich mit diesem Gedanken gut anfreunden. Denn um die Gastronomie ist es in Benrath nicht gerade rosig bestellt. Allerdings gibt es hohe Auflagen, wenn ein normales Ladenlokal in einen Betrieb mit Küche umgewandelt wird. Unter anderem muss eine Abluftanlage eingebaut werden. Und bei alten Häusern ist das besonders aufwendig.

Wer wissen möchte, wie so Food-Court ausschauen könnte, könnte sich in Langenfeld die dortige Markthalle anschauen, auch wenn die Größenverhältnisse ganz andere sind. Auf 8000 Quadratmetern gibt es dort seit 2008 mannigfaltige Leckereien - angefangen vom Bäcker, über einen Fischmann und einen Burger-Laden bis hin zum Türken und Griechen. Ein Problem: die recht hohe Fluktuation. Vor allem an den beiden Markttagen brummt dort das Geschäft und die Kunden können ihr Essen draußen an Tischen verspeisen.

(RP)
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