Benrath: Stadt will Kreisel am Buchholzer Busch

Benrath : Stadt will Kreisel am Buchholzer Busch

Seit 2009 wünscht sich die Bezirksvertretung, dass an dieser Kreuzung an der Hildener Straße der Verkehr besser rollt. Da die Stadt auf einen Zuschuss vom Land hofft, ist der Umbau erst für 2019 geplant.

Für Dienstag, 29. Mai, 19.30 Uhr hat die Bürgerinitiative "Lebenswerte Paulsmühle" zur nächsten Versammlung zur Zukunft des Stadtteils in den Bunker an die Paulsmühlenstraße eingeladen. Eines der Themen wird sicherlich der Vorschlag aus der Bezirksvertretung sein, in dem Viertel Fahrradstraßen einzurichten. Die Anwohner sind in Sorge über den Verkehr, der mit dem Wachsen des Viertels (Schul-Neubau sowie zwei neue Wohnquartiere) zunehmen wird. Mit dem Einrichten von Fahrradstraßen müsste der Kfz-Verkehr Rücksicht gegenüber den nicht motorisierten Zweirädern nehmen. Zudem sollen in der Paulsmühle Einbahnstraßen entstehen, damit das Viertel künftig nicht mit Pendlerverkehr zur Autobahn zusätzlich belastet wird. Auch diese Varianten könnten bei dem Treffen nochmal Thema sein.

Ein Thema, das auf der ersten Bürgerversammlung vielen Bewohnern Anfang Dezember unter den Nägeln brannte, war die Verkehrsführung aus der Paulsmühle auf die Hildener Straße. Vor allem, wer nach rechts in Richtung Benrather Zentrum fahren will, wünscht sich jedes Mal beim Einbiegen ein kürzeres Fahrzeug. Denn zumeist gelangt der Abbiegende in die Spur des Gegenverkehrs. Letztlich ist dieser gesamte Knotenpunkt eine klassische Fehlkonstruktion. Wenn zudem die Straßenbahn dort hält, gibt es in alle Richtungen Rückstau. Auch diese Kreuzung soll ausgebaut werden. Ob dort allerdings ein Kreisverkehr Platz hat, ist noch nicht geklärt. Knapp 300 Meter weiter gibt es genügend Fläche: Schon seit Jahren wünschen sich die Bezirksvertreter an der Kreuzung Hildener Straße/Buchholzer Busch dort einen Kreisverkehr. Das Gremium stimmte einem entsprechenden Antrag der Grünen in der Sitzung vom 24. April 2009 zu. Mit Datum 27. Mai 2009 versprach die Verwaltung immerhin eine Prüfung. Passiert ist seitdem nichts. Obwohl, so ganz stimmt das nicht. Entlang der Hildener Straße ist in den vergangenen Jahren stadtauswärts ein Fahrradstreifen entstanden.

Bei dem Umbau in einen Kreisel rechnet die Verwaltung geschätzt mit Kosten in Höhe von 3,1 Millionen Euro. Denn jetzt gibt es zwei weitere Faktoren, die für einen Ausbau förderlich sind: Zum einen die aufwändigen Kanalarbeiten in der Paulsmühle und auf der Hildener Straße. Zum anderen das auf der Nirosta-Brache neu entstehenden Wohnquartier, auf dem in den nächsten Jahren bis zu 600 neue Wohnungen errichtet werden könnten. Der Hauptverkehr von dort aus soll künftig über den Buchholzer Busch abfließen.

In seiner Sitzung am 14. Juni soll der Stadtrat den Weg freimachen für die genaue Planung. Die finanziellen Mittel dafür in Höhe von 130.000 Euro hat die Verwaltung bereits bereitgestellt. Da man auf Fördergelder hofft, soll erst nach dem positiven Förderbescheid mit dem Umbau begonnen werden. Der Antrag auf bis zu 60 Prozent der Summe soll bis zum 31. Mai bei der Bezirksregierung eingereicht werden. Der Umbau soll 2019 erfolgen.

Im Bereich der Einmündungen von Einsiedelstraße und Schimmelpfennigstraße wird die Fahrbahn der Hildener Straße aufgeweitet werden. Beidseitig sollen auf der Hildener Straße Radfahrstreifen und Parktaschen eingerichtet werden.

(rö)
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