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Schützen engagieren sich fürs Regenbogenland

Schützenfest : Benrather Schützen zeichnen sich durch ihr Engagement aus

Bernd Breuer ist Schatzmeister bei den Schützen und stellvertretender Vorsitzender im Regenbogenland, zudem organisiert er das Treffen der Mopped-Schützen mit.

Immer am ersten Samstag im August gibt es für die Kinder und Familien im Kinderhospiz Regenbogenland ganz besonderen Besuch: Rund 250 Motorräder sollen sich wie jedes Jahr in einem langen Korso ausgehend vom Schützenplatz an der Bayreuther Straße auf den Weg zum Kinderhospiz machen. Der Termin liegt jeweils rund vier bis fünf Wochen nach dem Fest der St. Cäcilia Schützen aus Benrath. Immer am letzten Juni-, ersten Juli-Wochenende steht ganz Benrath im Zeichen dieser besonderen Historie.

Doch die feiern nicht nur für sich, sondern zeigen darüberhinaus ein Herz für andere. Ein personifiziertes Beispiel dafür ist Schatzmeister Bernd Breuer. „Wenn es vor der Tür des Regenbogenlands anfängt zu brummen, kriege ich jedes Jahr aufs neue Herzklopfen“, erzählt Bernd Breuer. Er ist auch der stellvertretende Vorsitzende des Kinderhospizes und kümmert sich seit sieben Jahren gemeinsam mit seiner Frau um die Betreuung der Kinder an diesem Tag.

Veranstaltungen wie diese hätten für das Kinderhospiz enorm viel Bedeutung, sagt Breuer, und das nicht nur wegen der vielen Spenden. Schwerkranke Kinder betreuen oder auf ihrem letzten Weg begleiten, Eltern und Geschwister entlasten und bei der Trauerbewältigung helfen: Diese Aufgaben übernimmt das teilweise spendenfinanzierte Hospiz. Die Moppedfahrer leisten dazu einmal im Jahr einen besonderen Beitrag. Den Kindern schenkt der ein oder andere Fahrer mit einer kleinen Spritztour besondere Momente, während die Eltern mit neuen Menschen in Berührung kommen und dabei auf offene, interessierte Ohren stoßen.

Mittlerweile engagiert sich die Schützenbruderschaft im zehnten Jahr für das Kinderhospiz. Bevor die Korso-Fahrt startet, treffen sich alle Interessierten auf dem Schützenplatz, auf dem Aussteller und Händler vieles rund um das Motorrad und aus der Szene präsentieren. Ein Großteil des Erlöses wird an das Kinderhospiz gespendet. Mehrere tausend Euro kommen so jedes Jahr zusammen.

In den vergangenen zehn Jahren sind aus vielen Besuchern Stammgäste geworden. „Der erste Samstag im August ist für viele ein fester Termin im Kalender“, sagt Breuer. Die Planung und Organisation der Veranstaltung übernimmt mittlerweile ein routiniertes Team. Das zehnte Mopped Schützen Treffen ist schon jetzt fertig geplant. Die ein oder andere Überraschung kann es aber trotzdem geben. 2017 führten einige als Hasen verkleidete Kradfahrer den Korso an.

Selbst wenn es lustige Überraschungen dieser Art am 4. August nicht geben sollte, steht für Bernd Breuer fest: „Für mich ist es die schönste Veranstaltungen im Jahr, denn das Mopped-Schützen-Treffen ist für viele zu einer Herzensangelegenheit geworden“.