Benrath: Schon wieder Feuer auf Outokumpu-Brache

Benrath: Schon wieder Feuer auf Outokumpu-Brache

Mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes rückte die Feuerwehr gestern Mittag um 13 Uhr zu einem Einsatz in das ehemalige Outokumpu-Nirosta-Werk an die Hildener Straße aus. In einem Keller einer der stillgelegten Industriehallen hatte ein Öltank Feuer gefangen, was nach Angaben der Feuerwehr eine starke Rauchentwicklung zur Folge hatte. Zur Brandursache konnte die Feuerwehr gestern keine Aussage machen.

Über Stunden bekämpften mehrere Feuerwehr-Trupps mit Schaumlöschrohren unter Atemschutz den Brand im Keller. Auch wenn die Anwohner die Brandstelle nicht sehen konnten, die Auswirkungen bekamen sie zu spüren: Es kam sowohl zu einer starken Rauchentwicklung als auch zu einer Geruchsbelästigung. Beide Werte wurden laufend durch Messfahrzeuge der Feuerwehr kontrolliert, um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen. Die Feuerwehr hatte die Nachbarn des Werkes während des Einsatzes aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Aktuell finden auf dem Areal noch Rückbauarbeiten statt. Vor Ort befindliche Mitarbeiter hatten bereits erste Löschversuche unternommen, bevor die Einsatzkräfte eintrafen, teilte die Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit. Im Spätsommer 2016 war in dem Edelstahlwerk das letzte Mal gewalzt worden. Bereits im November 2017 war es bei Schweißarbeiten für den Rückbau zu einem Feuer gekommen. Auch damals kämpfte ein Großaufgebot der Feuerwehr über Stunden erst mit den Flammen und anschließend mit den Brandnestern.

Für das 22 Hektar große Areal läuft aktuell ein Stadtplanungswettbewerb. Dort ist ein neues Wohnquartier geplant. Am Dienstag, 20. März, ab 18 Uhr, laden Stadt und Outokumpu als Eigentümer in die Aula des Schloß-Gymnasiums ein. Dort stellen vier Planungsbüros ihre Entwürfe vor. Am Tag darauf entscheidet eine Jury über den Sieger des Wettbewerbs.

(rö)