Benrath/Urdenbach: Schnäppchenjagd war wieder erfolgreich

Benrath/Urdenbach : Schnäppchenjagd war wieder erfolgreich

Beim Kindersachenmarkt der Pfarrei Herz-Jesu Urdenbach gab es wieder alles, was das Elternherz begehrt. 20 Prozent des Erlöses kommen Kinderprojekten zu Gute.

Der Frühling steht vor der Tür, die Wintergarderobe wird eingemottet und das sommerliche Outfit freudig hervorgeholt. Und - wie immer - passen den Kindern die Sachen vom Vorjahr nicht mehr.

Zweimal jährlich bietet sich für dieses Dilemma eine besondere Schnäppchentour: ob Kleidung oder Spielzeug vom Fahrrad bis zum Puzzle. Rechtzeitig zum Jahreszeiten-Wechsel bietet der Kindersachenmarkt der Pfarrei Herz-Jesu Urdenbach alles, was das Elternherz begehrt. Am Samstag haben die ehrenamtlichen Helferinnen im Annette Gymnasium das immense Angebot gebrauchter, gut erhaltener Dinge aufgebaut .

Um 12 Uhr öffnen sie die Türen. "Zu Beginn fluteten über 300 Leute den Saal, das meiste verkaufen wir in der ersten Stunde", erzählt Uli König vom Helferkreis begeistert. Es sind auch viele Großeltern dabei, die für ihre spielfreudigen Enkel "Zweit-Sets" besorgen, weil ein Neukauf zu teuer sei. "Wir präsentieren Kindersachen von 120 Verkäufern, mehr ist zeitlich und räumlich nicht zu schaffen", sagt die Sprecherin des Helferkreises, der mit rund 30 Frauen am Ort ist.

"Die Auswahl ist günstig und wirklich groß. Ich weiß zwar immer, was ich brauche, aber das Stöbern verführt natürlich", bekennt Benratherin Anna Rojahn, ihre dreijährige Tochter Edda auf dem Arm. Derweil zieht ihre Freundin Lisa aus Haan ein Kleid hervor, schaut auf den Preis und meint kritisch: "Sieh mal, das war voriges Jahr schon zu teuer." Schwupps landet es wieder auf der Kleiderstange. Ihre Männer seien ebenfalls da, aber die müssten auf die Kinder und die bereits eroberten Sachen aufpassen, meinen beide lachend in bester Stöberlaune.

Ein Dreijähriger sitzt versonnen auf dem Fußboden, seine kleine Hand auf einem Kinderstaubsauger, die andere auf ein Plastik-Fahrrad für die Allerkleinsten - ganz offenbar gibt es hier Entscheidungsprobleme. Bis 16 Uhr ist Zeit für die Schnäppchenjagd, dann müssen die ehrenamtlichen Urdenbacher Helferinnen wieder alles zurück sortieren. Jedes einzelne Stück ist genau etikettiert und wandert wieder in den Karton mit der entsprechenden Verkäufernummer.

Beim Errechnen der Erlöse ist jetzt Detailarbeit notwendig. In etwa zwei Wochen steht das Ergebnis genau fest. 20 Prozent kommen Kinderprojekten zu Gute.

(RP)
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