Benrath : Sana-Klinik wird weiter umgebaut

Viele Zimmer sind bereits neu gestaltet, nun folgen die Räume auf der ersten Etage. Der Freundeskreis des Krankenhaus unterstützt den Umbau mit 550 000 Euro. Im Vordergrund steht, dass die Patienten sich wohl fühlen.

Drei Betten in einem Zimmer, eine gemeinsame Toilette auf dem Gang. Was beim Bau des Benrather Klinikums vor mehr als 60 Jahren noch üblich war, ist heute nicht mehr zeitgemäß. Die meisten Patientenzimmer der Sana-Klinik sind deswegen bereits umgebaut worden, jetzt folgt der zweite Bauabschnitt: Auf den Stationen 1A und 1B werden aus den 20 Drei-Bett-Zimmern Zwei-Bett-Zimmer mit eigenem Bad. Die Unfallchirurgie, die Neurochirurgie und die Orthopädie werden künftig dort untergebracht.

Pünktlich zum 25-jährigen Bestehen des Vereins Freundeskreis Benrather Krankenhaus im August soll alles fertig sein. Der Freundeskreis finanziert mehr als die Hälfte der 950 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt. Insgesamt betragen die Umbaukosten 1,8 Millionen Euro.

"Die Menschen aus dem Düsseldorfer Süden fühlen sich sehr mit dem Krankenhaus verbunden", weiß Peter Josef Kleefisch, Vorsitzender des Freundeskreises. "Deswegen erhalten wir viele Spenden aus Nachlässen, aber auch bei Familien- oder Firmenfesten sammeln die Bürger für den Freundeskreis."

Die Planung der Zimmer geht bis in das kleinste Detail. Das Waschbecken ist dabei nur eines von vielen Beispielen: Der Wasserstrahl darf im Waschbecken zum Beispiel nicht direkt in den Siphon gehen, sondern muss auf der Waschbeckenfläche landen, damit es nicht spritzt. Außerdem haben die neuen Waschbecken keinen Überlauf, da dieser schwierig zu reinigen ist und sich Keime darin sammeln könnten. Die Toiletten sind nun innen randlos und damit leichter sauber zu halten. "Die Zimmer entsprechen also den neuesten hygienischen Anforderungen", betont Wolf-Dieter Schoppe, Medizinischer Direktor der Klinik. Nun werden nach und nach die Abflüsse der Bäder gelegt. Dafür müssen die Decken im ersten Stock hinunter ins Erdgeschoss durchbohrt werden.

Schoppe bittet Patienten und Besucher um Verständnis dafür, dass die Bohrungen Lärm erzeugen oder kurzzeitig nicht alle Räume genutzt werden können. "Wir werden wahrscheinlich unter anderem die Cafeteria für ein, zwei Tage sperren müssen, aber das lässt sich leider nicht ändern. Solche Arbeiten versuchen wir, auf die Wochenenden zu legen", erklärt Schoppe. Er weiß, dass sich der Umbau lohnt: "Die Zimmer, die bereits umgestaltet sind, kommen bei den Patienten sehr gut an."

(RP)
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