Benrath : Prummekirmes erzielt Rekordspende

Mürbeteig, Mandeln oder Streusel – wer verschiedenste Formen von Pflau­men­kuchen ausprobieren wollte, war auf der Prummekirmes der Schützen­bruderschaft St. Cäcilia Benrath vergangenes Wochenende genau richtig; denn auf Hochdeutsch heißt „Prumme“ Pflaume.

Aber auch über das Obst hinaus gab es auf dem Benrather Marktplatz einiges zu entdecken.

Höhepunkt waren das Bürgerkönigs­vogelschießen und das Schießen um den Jakob-Schimmelpfennig-Pokal. Letzteren gewann Martina Kleefisch, während Inge Pohler Bürgerkönigin wurde. Etwa 30 Leute haben insgesamt am Schießen mit der Armbrust teilgenommen. „Inge kennt die Schützen seit über 60 Jahren, inzwischen sind ihre Enkel schon Mitglieder“, sagt Jörg Sturm, Vize-Präsis der Bruderschaft. „Das freut mich natürlich, weil wir sie als Bürgerkönigin auf vielen Feiern mitnehmen können.“

Traditionell hat die Veranstaltung der Schützen einen ehrenamtlichen Hinter­grund. Die Einnahmen werden an das Kinderhospitz Regen­bogen­land gespendet. „Voriges Jahr kamen 5780 Euro zusammen. Diesen Rekord brechen wir dieses Jahr sogar“, berichtet Sturm und überreichte gestern Abend einen Scheck in Höhe von 7050 Euro. Auch der Erlös der Pflaumen­kuchen spielt in den End­betrag mit rein, wobei die Hälfte daraus an die Martinsfreunde gespendet wird. Der Verkauf wurde von der Schützen-Schwestern­schaft unter Leitung von Helmi Braun organisiert. Sie berichtet: „Wir haben uns Freitag vor einer Woche zusam­mengesetzt und geplant. Später hat sich jede in der Whatsapp-Gruppe gemeldet, wenn sie einen Kuchen beisteuert. So ging es ganz schnell.“

Die Organisation der Prummekirmes ist Routine, schließlich findet sie seit über 160 Jahren statt und ist seit 32 Jahren auf dem Benrather Marktplatz. Für Jörg Sturm ist es eine Herausforderung, frischen Wind in die Veranstaltung zu bringen. Offiziell heißt es, dass es jeden Tag einen Waren-, Kram- und Kunsthandwerker­markt auf der Haupt- und Heubes­straße gibt. „Früher war die Kirmes ganz klar ein Handwerker­markt. Heute haben wir das Problem, dass der Trödelmarkt-Charakter etwas überhand­­ nimmt. Ich bemühe mich deshalb speziell um hochwertige Stände wie den mit Holzlichtern. Doch ein Wandel braucht natürlich mehr als ein Jahr Zeit“, sagt er.

Viele Besucher kommen wieder, weil sie die Prummekirmes aus den vorherigen Jahren kennen. So auch Marike Szabo und Reiner Lukoschek. „Wir sind jedes Jahr hier“, erzählt er. „Ich habe mir gerade ein kleines Armband gekauft – das war ein echtes Schnäppchen“, ergänzt sie. „Ich war in der Nähe und bin hierhin gefahren, weil ich Verwandtschaft und Bekannte oft spontan auf der Prummekirmes treffe“, berichtet Besucherin Eleonore Abel.

Auch für Musikbegeisterte bot die Kirmes etwas. „DJ Klaus“ spielte Freitagabend, am Samstag trat die Band „5 at 5“ auf, mit Musik von „9 ½“ klang der Abend aus.

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