Parkplatz am Hospital in Düsseldorf Benrath wird geschlossen

Bauprojekt : Parkplatz am Hospital wird geschlossen

Die Parkplatzschließung ist nötig, damit bald der Abriss des benachbarten Hospitals beginnen kann. Die SWD will auf dem Grundstück 91 Wohnungen bauen. Aktuell wartet sie noch auf die Baugenehmigung.

Seit Jahren nutzen Anwohner der Benrodestraße den Parkplatz am alten Benrather Krankenhaus an der Hospitalstraße. Zwar gibt es vor Ort eine Schrankenanlage, doch die ist seit Jahr und Tag defekt. Schon die Stiftung Schloss und Park Benrath, zu der der Parkplatz viele Jahre gehörte, hatte Pläne, die Anlage in Ordnung zu bringen. Denn auf dem Grundstück wurden Parkplätze für Schloss-Besucher nachgewiesen. Dafür genutzt wurden sie jedoch nie.

Mit einem bevorstehenden Verkauf des Areals an die städtische Wohnungsbautochter SWD machte eine Reparatur der Schrankenanlage durch die Stiftung keinen Sinn mehr. Das städtische Wohnungsbauunternehmen will die alten Gebäude abreißen und dort in sechs Häusern 91 Wohnungen bauen. In vier Häusern sind 60 Wohnungen für den Verein „Gemeinsam leben am Schloss“ reserviert, der dort ein Mehrgenerationenwohnen umsetzen will.

Im Vorgriff soll nun ab dem 14. Oktober der Parkplatz für die Öffentlichkeit geschlossen werden, darüber informieren angebrachte Zettel. Auch wenn auf diesen steht, dass der Parkplatz wegen des Beginns der Abbrucharbeiten geschlossen wird, rollen jetzt nicht schon am 15. Oktober die Bagger an. Wann genau es so weit sein wird, kann Heinrich Labbert, SWD-Geschäftsführer, derzeit noch nicht sagen: „Wir wollten die Anwohner frühzeitig darauf aufmerksam machen, dass wir den Parkplatz schließen. Damit, wenn wir die Bauge­nehmigung haben, wir auch schnell mit dem Abbruch beginnen können.“ Wer also ab kommender Woche Montag dort parkt, wird abgeschleppt, heißt es auf dem Zettel weiter.

Zwar steht die Baugenehmigung nach wie vor noch aus; doch die SWD ist deren Erteilung einen großen Schritt näher gekommen. Die hing bislang von der Weiternutzung der unter Denkmalschutz stehenden Kapelle ab, die mit einer Seite an das ehemalige Hospital angebaut ist. „Die Untere Denkmalbehörde ist uns einen wichtigen Schritt bei der Weiternutzung der Möblierung entgegengekommen.

Anders als zuletzt behindert das nun nicht mehr das Erteilen der Baugenehmigung, auch wenn wir nach wie vor noch keinen Nutzer für die Kapelle haben“, berichtet SWD-Chef Heinrich Labbert, der nun zuversichtlich ist, dass der avisierte Baubeginn 2020 gehalten werden kann. Er hofft, dass sich nun jemand findet, der die Kapelle für einen Euro erwerben will. Die Wartezeit haben die Planer aber gut genutzt. Labbert: „Wir haben die Kosten noch einmal senken können, unter anderem durch die Verkleinerung der Tiefgarage.“