Neues Kombibad in Benrath kostet jetzt 28 Millionen Euro

Benrath: Kombi-Bad soll jetzt 28 Millionen kosten

Mit dem Neubau des Hallen- und Freibads soll Ende kommenden Jahres begonnen werden. Nun berät die Politik darüber, wieviel es kosten soll. Der Rat entscheidet darüber am 13. Dezember.

Im Juli 2017 hatte der Stadtrat den so genannten Bedarfsbeschluss zum Neubau des Benrather Hallenbades auf dem Freibadgelände mit einer gleichzeitigen Teilsanierung des Freibades beschlossen. Jetzt folgt der nächste Schritt. In seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am 13. Dezember soll der Stadtrat nun die von der Bädergesellschaft vorgelegte Kostenberechnung beschließen. Im Amtsdeutsch heißt das „Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses“. Als erstes Gremium befasst sich der Sportausschuss in seiner Sitzung am 14. November damit. In der Bezirksvertretung 9 ist das Neubau-Projekt am 23. November Thema.

Ganz wichtig, damit es weitergeht, ist dabei, dass die Stadt nach den zu erwartenden positiven Beschlüssen in den Gremien, Gelder für die Umsetzung bereitstellt. Insgesamt kostet der Neubau inzwischen rund 28 Millionen Euro und damit rund 5,2 Millionen mehr, als noch am Anfang der Planungen 2015. So geht die Bädergesellschaft bei der Konkretisierung der Planungen nun beispielsweise von höheren Kosten bei der Erschließung aus. Zudem befindet sich das Areal im Bereich einer kartierten Grundwasserverunreinigung mit chlorierten Kohlenwasserstoffen. Als Planungsmittel waren für dieses Haushaltsjahr rund 800.000 Euro bereit gestellt werden.

Bis Februar 2019 bleibt das Hallenbad geöffnet. Im Anschluss daran wird mit dem Abbruch des Gebäudes an der Regerstraße begonnen. Die Kosten dafür beziffert die Bädergesellschaft mit rund 930.000 Euro. Das Freibad hatte im September seine letzte Saison bis zur Eröffnung des neuen Mehrgenerationen-Gesundheitsbades beendet.

Das Hallenbad an der Regerstraße soll abgerissen werden. Im Februar endet dort die Badezeit. Dort sollen neue Wohnungen gebaut werden. Foto: Bretz, Andreas
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Die Eröffnung ist nach derzeitigem Stand inzwischen für das vierte Quartal 2021 vorgesehen. Der Termin kann aber nur gehalten werden, wenn alles glatt läuft. Da die Bädergesellschaft von einer einjährigen Planungszeit und einer vorherigen Baufeldfreimachung spricht, könnte es knapp werden mit dem selbstgesteckten Ziel, im kommenden Jahr mit dem Bau zu beginnen.

Zur Gegenfinanzierung will die Stadt Grundstücke für Wohnbebauung verkaufen, sowohl die Fläche, auf der noch das Hallenbad steht, als auch benachbarte Grundstücke, die ihr gehören. Im Raum stand dafür schon mal die Summe von rund 13 Millionen Euro an Einnahmen. Außerdem hat sich die Stadt mit diesem Projekt für die Teilnahme am Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Gesundheit und Kultur beworben. Im Falle einer Förderzusage übernimmt der Bund die Kosten in einer Höhe von bis zu 45 Prozent.

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