Webhilfe in Corona-Zeiten : Neue Agentur in Benrath programmiert Online-Shops

Webdesigner Maximilian Drews verknüpft den stationären Handel mit dem Internet. So können die Geschäfte auch im Lockdown ihre Waren verkaufen.

Dass der Warenverkauf über das Internet immer wichtiger wird, hat die Corona-Krise gezeigt. Besonders im ersten Lockdown ab März hatten viele traditionelle Geschäfte das Problem, ihre Produkte nicht oder kaum mehr verkaufen zu können. Die Inhaber hatten sich zu sehr auf den stationären Handel verlassen. „Ein Onlineshop sollte aber genauso zum Geschäft gehören wie Buchhaltung oder Telefon“, sagt Maximilian Drews. Der 31-Jährige hat in Benrath im Spätsommer seine Agentur Max-d gegründet. Die Idee: Webshops für lokale Geschäfte zu bauen.

Sein grundlegendes Konzept ist, dass jedes Produkt und jeder Artikel auch online den Kunden angeboten werden soll – ganz gleich, ob das Geschäft es nun im Schaufenster präsentiert oder ob es noch im Lager eines Hinterzimmers steht. „Es ist wichtig, das klassische analoge Geschäft mit den Möglichkeiten des Internets zu verbinden“, sagt er. Dazu müssen die Produkte fotografiert werden. So ein Bild zu machen, ist gar nicht schwer, Maximilian Drews kann zeigen, wie das gut klappt.

Das Bild wird zusammen mit Produktbeschreibung und Preis in eine Verkaufssoftware geladen. Diese Software ist zugleich der Online-Shop und das Kassensystem, mit dem der Geschäftsinhaber die Waren in seinem stationären Laden verkauft. Egal, ob der Artikel über die Ladentheke geht oder ein User ihn online mit einem Klick bestellt: Das System verbucht den Vorgang und macht sogar gleich Rechnung sowie Lieferschein fertig.

Maximilian Drews hat seine Kenntnisse über das Internet an einem Düsseldorfer Berufskolleg erworben und dann als Informationstechnischer Assistent gearbeitet. Die Firma war international groß aufgestellt, verkalkulierte sich aber so sehr, dass sie Drews und andere Kollegen entlassen musste. „Das war Anfang dieses Jahres, und ich fing an, zu Hause für Bekannte und Freunde den Online-Shop zu bauen“, sagt er. Als der Lockdown im März begann, sprach sich im Düsseldorfer Süden herum, was er kann, und viele Geschäftsleute meldeten sich, weil sie den Onlinehandel bis dahin immer vernachlässigt hatten. Dafür hat Drews durchaus Verständnis. „Ein Webshop kann nicht nebenbei eröffnet werden“, sagt er.

Zuerst arbeitete er noch von zu Hause aus, aber die Nachfrage wurde immer größer, so dass ein professionelles Büro nötig wurde. Fündig wurde Drews an der Cäcilienstraße mitten in Benrath. Mehr als 100 Quadratmeter ist seine Agentur nun groß – und den Platz braucht Drews auch. Denn inzwischen hat er mehrere Minijobber eingestellt, ab Frühjahr wird ihm sein Bruder als Vollzeitkraft helfen.

Maximilian Drews ist wichtig, dass seine Kunden die Verbindung von ihrem klassisch-stationären Handel mit dem Internet gut und schnell verinnerlichen. Dazu richtet er im Untergeschoss der Agentur zurzeit Räume ein, um potenziellen Nutzern genau vorzuführen, wie sein Verkaufssystem funktioniert. Die Interessenten können alle Vorgänge an richtigen Waren und am PC lernen.

„Die Büros zu mieten, hat sich vom ersten Tag an gelohnt“, sagt Drews. Zu seinen Kunden gehören Schmuckhändler, Gastronomen ebenso wie Vertreter der Textilbranche. Viele von ihnen stammen aus Benrath und der näheren Umgebung, aber auch aus anderen Düsseldorfer Stadtteilen und über die Stadtgrenze hinaus.

Info www.max-d.de, Cäcilienstraße 12, Telefon 0174 6120811