Benrath: Nächstes Barockfest schon in Planung

Benrath : Nächstes Barockfest schon in Planung

Museumschef Schweizer zieht nach dem Unwetter Bilanz und hat schon die nächsten Veranstaltungen im Visier.

Nach dem Fest ist vor dem Fest. Während die letzten Abbauarbeiten gestern auf dem Schlossgelände abgeschlossen wurden, beschäftigt sich Stefan Schweizer, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Schloss und Park Benrath schon mit der Zukunft, und damit indirekt mit dem nächsten Barockfest.

"Erste Verhandlungen für nächstes Jahr haben wir schon geführt", sagt er. Denn der Museumschef will das Barockfest zu einer festen Open-Air-Veranstaltung im Sommer etablieren. Und der Erfolg gibt ihm Recht. Zu guter Letzt waren es am Wochenende 11 000 Besucher. Damit gibt sich der Museumschef, der mit 10 000 Besuchern kalkuliert hat, zufrieden. Die Stiftung kommt damit finanziell bei plus/minus Null raus.

"Und wir haben viel gelernt", sagt Schweizer und zieht aus dem Unwetter am Samstag etwas Positives. Das Sicherheitskonzept hat funktioniert, die so genannte Entfluchtung klappte reibungslos. Schnell waren die Besucher trocken in der Orangerie und den Museen untergebracht. "Wir waren auf alle Eventualitäten vorbereitet. Und dies, obwohl wir nicht ahnen konnten, dass man zwei Schritte nach draußen geht und klitschnass wird", sagt Schweizer. "Das war eine gute praktische Übung." Außerdem habe der Sonntag den verregneten Samstag mit dem Abbruch des Festes wieder gut gemacht. Alle waren begeistert und zufrieden.

Nicht nur die Besucher, auch die Künstler. Die Artistokraten aus Berlin haben ihr Kommen für nächstes Jahr schon zugesagt - mit einem etwas anderen Programm. Und dies, obwohl der genaue Termin noch gar nicht feststeht. "Aber die Künstler fühlen sich in Benrath einfach wohl", sagt Schweizer. Dabei wollen die Künstler künftig mehr Entertainment statt Akrobatik zeigen, "weil das besser ankommt".

Voraussichtlich im Juli kommenden Jahres soll das dritte Barockfest steigen. Dann soll auch am Spiegelweiher eine Bühne stehen, damit die Besucher flanieren können. Schweizer will sich in den kommenden Tagen von den Künstlern ein Feedback holen und dann in die Planung gehen. "Je früher, desto besser, desto weniger Arbeit", sagt er.

Auch für die nächste Veranstaltung ist die Stiftung Schloss und Park Benrath bereits bestens gewappnet. Ab Freitag wird das Theaterstück "Der Große Gatsby" im Westflügel aufgeführt - wieder eine Freiluftveranstaltung. Doch Schweizer sieht ihr gelassen entgegen. Nach dem Unwetter vom Samstag kann ihn so leicht nichts mehr erschüttern. "Wir haben genug Schirme und Regencapes", meint er. Außerdem erwartet er an den Abenden auch nicht so viele Besucher zu der 90-minütigen Aufführung.

(RP)
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