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Mehr-Generationen Volleyball bei der TSG Benrath

BENRATH : Das Spiel der Generationen

„Volleyball auf Spaßlevel“ spielen junge und alte Menschen gemeinsam bei der TSG Benrath.

Wenn der Opa mit dem Enkel Sport treiben will, dann ist für beide die Senioren-Volleyballgruppe bei der TSG Benrath genau die richtige Adresse. Jung und Alt nämlich toben sich hier gemeinsam aus – und allein der Spaß am Spiel und an Bewegung steht für alle Beteiligten dabei im Vordergrund. „Bloß kein Wettkampfstress“ lautet das Motto. „Wir Alten wollen uns fit halten, und das geht am besten in Gemeinschaft mit fröhlichen jungen Leuten“, begründet der 78-jährige Gruppenleiter Peter Haeb das außergewöhnliche Konzept.

Fünf Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren sowie zehn Herren im teils recht hohen Alter bilden derzeit den sportlichen Generations-Mix bei der TSG. Immer wieder freitags geht es in der Turnhalle der GGS Südallee zwar gemütlich, aber dennoch mit Pritschen und Baggern einsatzfreudig zur Sache. Ein jeder so, wie er kann. „Volleyball auf Spaß-Level“, beschreibt Haeb das Spielniveau. Jede Aktion wird freundlich beklatscht. Wenn mal ein Ball daneben geht, folgen aufmunternde Worte. Sport hat in der Freizeit des ehemaligen Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters Haeb stets eine wichtige Rolle gespielt. Zuerst Fußball. Dann Tennis. Und jetzt eben Volleyball.

„Ohne Ball kann ich gar nicht leben“, gibt Haeb unumwunden zu und steht damit beispielgebend für seine Mitspieler. Warum aufhören mit der Freude an sportlicher Betätigung, nur weil die hohe Anzahl an Lebensjahren dem einstigen sportlichen Leistungsvermögen eine natürliche Grenze gesetzt hat? „Der Seniorensport ist ein wesentlicher Schwerpunkt in unserem Verein“, bestätigt der TSG-Vorsitzende Werner Krause. Seit Anfang der 1960er Jahre gibt es diese Volleyballgruppe, wohin sich einstige Leistungs- und Freizeitsportler nach Ende einer Handball- oder Tenniskarriere etwa aufs sportliche Altenteil zurückgezogen haben und weiterhin den Gemeinschaftsgedanken pflegen.

Selbst Hossein Nohadani ist mit seinen stolzen 87 Jahren aktiv am Ball. „Ich schätze vor allem die Harmonie zwischen den jungen und alten Spielern“, erklärt der Physikprofessor, der in den 1950er Jahren zum Studium aus dem Iran nach Deutschland kam und später an der Düsseldorfer Fachhochschule gelehrt hat. Mehr als 70 Jahre Altersunterschied scheinen im Sport keine Barriere für ein gelungenes Zusammenspiel zu sein.

Die 14-jährigen Drillinge Mael, Noel und Leander Averding sowie deren jüngerer Bruder Lionel sind von ihrem Papa Stephan (50), der auch mitspielt, überredet worden, im Altenclub einfach mal mitzumachen. Und die Kids passen prächtig zu den Opas. Lionel, gemäß seines berühmten Vornamens im Messi-Trikot gekleidet, hat das Volleyballspielen erst kürzlich gelernt. Auf dem Bolzplatz an der Südallee spielt er gelegentlich auch mit Freunden. Sport just for fun ist auch für Mael das Richtige. Schmettern am Netz findet der Neuntklässler am Annette-Gymnasium cool.

„Bei uns ist jeder willkommen“, ermuntert Peter Haeb Opas und Enkel sowie Väter und Söhne zum Mitmachen. Einfach freitags ab 19.30 Uhr in der Turnhalle an der Südallee 100 vorbeikommen. Im Anschluss an die sportliche Betätigung geht’s zur geselligen Runde gleich gegenüber ins TSG-Vereinsheim, natürlich ohne die Kinder. „Früher haben wir dort oft bis in die tiefe Nacht zusammengesessen“, erinnert sich Haeb.