Garath : Martinstaler für 30 Jahre Ehrenamt

Der Garather Peter Ries wurde für sein freiwilliges Engagement geehrt.

„Das Ehrenamt hat mir das Leben gerettet“, erzählt Peter Ries. Vor 30 Jahren war er arbeitslos und psychisch krank. Dann begann er, seine Zeit zu nutzen, um anderen zu helfen. Seither ist er als Freiwilliger in verschiedenen sozialen Bereichen aktiv. Für seine langfristigen Bemühungen im Ehrenamt erhielt der 62-Jährige jetzt den Martinstaler der Stadt Düsseldorf.

Schöffe im Amtsgericht, Bewerbungshelfer für Jugendliche, Betreuer für alte Menschen, Grüner Engel im Krankenhaus, Layouter für ein Seniorenmagazin im Zentrum plus sowie im Stadtteilportal garath-online – die Liste von Peter Ries Aktivitäten im Düsseldorfer Süden ist lang. Längst hat er seine persönliche Krise überwunden, indem er anderen geholfen hat. Und er ist dabei geblieben: „Ohne das Ehrenamt kann ich heute gar nicht mehr leben“, sagt er. Die Dankbarkeit, die er für seine freiwillige Arbeit bekommt, stärkt und freut ihn.

Das er nun mit dem Martinstaler der Stadt ausgezeichnet wurde, macht Ries stolz. Die Auszeichnung wird vom Oberbürgermeister an Menschen verliehen, die sich im besonderen Maße um die Gesellschaft verdient gemacht haben, ohne dafür eine finanzielle Gegenleistung zu erhalten.

Die Gesellschaft braucht das ehrenamtliche Engagement, davon ist Preisträger Ries überzeugt. Er freut sich, dass seine Arbeit nicht nur von den Menschen, die davon profitieren, geschätzt wird, sondern auch von der Politik. „Die Verwaltung kann ja nicht alles allein regeln, viele soziale Einrichtungen, die wir dringend brauchen, wären ohne ehrenamtlichen Einsatz der Bürger gar nicht möglich“, sagt der 62-Jährige. Es sei wichtig, dass verschiedene Berufsgruppen ihre Erfahrung auch im sozialen Bereich einbringen.

Ries, der auch im Schützen- und Heimatverein aktiv ist, findet allerdings, Stadt und Politik sollten die Ehrenamtlichen noch besser fördern. „Es ist ja gut und richtig so, dass die Menschen, die freiwillig helfen, dafür nicht monetär bezahlt werden“, sagt er, aber: „Beispielsweise für Arbeitslose, die ehrenamtlich tätig sind, würde ich mir so etwas wie eine Anrechnung auf die Rente wünschen“, findet Ries, der diese Situation aus eigener Erfahrung kennt.

Mit der Auszeichnung ist für Peter Ries kein Ende seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in Sicht: „Ich bin im Beirat für Menschen mit Behinderung aktiv, außerdem will ich mich für den Seniorenrat aufstellen lassen“, plant der Ehrenamtler.

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