Benrath : Junge Musiker proben Alte Musik

Auch in diesem Jahr findet die Sommerakademie für Alte Musik im Schloss statt. Dort treffen sich Nachwuchsmusiker.

"Dass die sechste Sommerakademie für Alte Musik stattfindet, ist im Rheinland schon eine 'große' Tradition", meint Theodor Kersken vom Verein Düsseldorfer Hofmusik schmunzelnd. Mit seinem Sohn Oliver, der ansonsten das Naturhorn im Orchester 'Neue Düsseldorfer Hofmusik' bläst, hat der Senior auch diesmal die Sommerakademie bestens vorbereitet. Dritte im Bunde ist Sabine Davidts, die das künstlerische Betriebsbüro des Orchesters leitet. Im Gewölbekeller der Orangerie haben sie ihr Akademiebüro eingerichtet.

Dieser ist auch Treffpunkt der Studierenden und der Dozenten in den Pausen, gewissermaßen die Mensa der musikalischen Benrather Sommeruniversität. "In diesem Jahr haben wir drei Klassen eingerichtet, in denen Violine, Traversflöte und Violoncello unterrichtet werden", berichtet Oliver Kersken. 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich aus einer großen Anzahl an Bewerbern für die Teilnahme qualifiziert. "Im Februar lagen die ersten Anmeldungen vor", sagt Kersken, "insgesamt mussten wir aus mehr als der doppelten Zahl an Interessenten die Teilnehmer auswählen."

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Durch Mund-zu-Mund-Propaganda sei die Akademie inzwischen so bekannt, dass die Anmeldungen jährlich zahlreicher werden. Ziel der Akademie sei es, die jungen Musiker während der ganzen Zeit über in der Ausführung Alter Musik zu unterweisen. "Und das ist für die Studierenden und die Dozenten anstrengend", meint Oliver Kersken: "Deshalb lassen wir nur Gruppen von höchstens sechs Musikern zu. So vermeiden wir kontraproduktiven Leerlauf und stellen optimale Betreuung sicher."

In diesem Jahr unterrichtet Professorin Mary Utiger, die Konzertmeisterin des Orchesters, sechs Violinisten. Michael Schmidt-Casdorff bringt sechs Studierenden das barocke Spiel auf der Traversflöte bei, und Nicholas Selo zeigt drei Cellisten, wie man den barocken Bogen über die Saiten des Violoncellos führt.

Am Cembalo musiziert Robert Schröter, der eigens zwei Cembali aus München mitgebracht hat, und als Spezialist für gute Intonation gilt. Der bei vielen Wettbewerben ausgezeichnete Solist, Dozent an der Musikhochschule München und Ur-Münchner fühlt sich am Rhein sehr wohl, "denn ich genieße ja hier eine Rundumversorgung, mit der ich nicht gerechnet habe."

Aus acht Ländern kommen die Studierenden, um von den Meistern der Hofmusik Solo- und Ensemblespiel zu lernen: USA, Japan, China, Spanien, Deutschland, Mazedonien, Brasilien und Australien. Ein Beleg dafür, dass die Benrather Sommerakademie sich international etabliert hat.

Das heute stattfindende Abschlusskonzert der Studierenden ist ausverkauft.

(RP)